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Nach Tarifkonflikt – Lohn-Plus und Corona-Prämie für Bauarbeiter in Osnabrück

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Gute Nachrichten für die Bauarbeiter in Osnabrück: Nach dem Tarifabschluss können sie sich über höhere Löhne und eine Corona-Prämie freuen. 

Mehr Geld am Bau: In Osnabrück steigen die Löhne für Bauarbeiter um insgesamt
2,6 Prozent. Das teilt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit.
Darüber hinaus gibt es mit der November-Abrechnung eine steuerfreie „Corona-Prämie“
von 500 Euro. Azubis erhalten 250 Euro. In einer ersten Stufe waren die Löhne bereits im
Oktober um 0,5 Prozent gestiegen. Zum Jahreswechsel folgt ein Plus von 2,1 Prozent.
Nach Angaben der Arbeitsagentur beschäftigt das Bauhauptgewerbe in Osnabrück aktuell
3.160 Menschen.

Tarifabschluss, der Perspektive bringt

IG BAU-Bezirksvorsitzender Friedrich Pfohl spricht von einem „Tarifabschluss, der
Perspektive bringt“. „In der Tarifrunde hatten die Arbeitgeber über Monate eine
Blockadehaltung an den Tag gelegt, die am Ende durchbrochen werden konnte“, so Pfohl.
Der Präsident des Bundessozialgerichts hatte in dem Konflikt als Schlichter vermittelt.
Die IG BAU Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim appelliert nun an die Beschäftigten
in der Region, einen Lohn-Check zu machen. Neben der „Corona-Prämie“ im November
sei das Plus von 0,5 Prozent bereits mit der Oktober-Abrechnung fällig. Anspruch auf die
tarifliche Bezahlung haben Gewerkschaftsmitglieder, deren Betrieb Mitglied im
Arbeitgeberverband ist. Bei Problemen oder Fragen können sich Beschäftigte an die
IG BAU vor Ort wenden. Auch Auszubildende sollen ihre Lohn-Abrechnung prüfen, rät die
Gewerkschaft. Ihre Vergütungen steigen um 40 Euro im ersten, 30 Euro im zweiten und
20 Euro im dritten Jahr.

Entschädigung für Fahrzeiten

Carsten Burckhardt, Verhandlungsführer auf Gewerkschaftsseite, verweist zudem auf die
geplante Entschädigung der sogenannten Wegezeiten: „Die lange, meist unbezahlte
Fahrerei zur Baustelle wird bis zum Juni durch die Tarifpartner unter Beteiligung des
Schlichters weiter verhandelt. Dabei sollen Vorschläge für eine Entschädigung entstehen,
die sich nach konkreten Strecken und echten Fahrzeiten bemisst.“ Eine Umfrage im Auftrag der Gewerkschaft hatte ergeben, dass Baubeschäftigte für die einfache Fahrt zu ihrem Einsatzort durchschnittlich 64 Kilometer zurücklegen. Zum Vergleich: In der gesamten Wirtschaft sind lediglich fünf Prozent aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr als 50 Kilometer täglich für den Weg zur Arbeit unterwegs.

PM
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