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Nach Großbrand im Osnabrücker Stadtteil Fledder: Fischsterben in der Hase

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Nachdem am Montag, den 20. Juli 2020, ein Großbrand im Stadtteil Fledder ausgebrochen ist und gelöscht wurde, befindet sich nun Schaum auf der Hase. In hoher Konzentration ist der Schaum schädlich; viele Fische sind bereits gestorben und treiben teilweise auf der Wasseroberfläche. 

Beim Löschen des Brandes wurden zirka 500 Liter Löschschaumkonzentrat eingesetzt. Dieser Löschschaum gelang über die Regenwasserkanalisation in das nahe gelegene Regenklärbecken an der Ackerstraße und wurde dort zum größten Teil mit speziellen Tankwagen abgepumpt. Insgesamt wurden etwa 200.000 Liter zur Entsorgungsanlage Remondis in Bramsche gebracht. Zuvor war das aus Beton bestehende Regenklärbecken abgesperrt worden. Offensichtlich war die Absperrung jedoch nicht zu 100 Prozent dicht, sodass ein Teil des Löschwassers doch in die Hase gelangen konnte.

Schaum in großer Konzentration schädlich

Laut Sicherheitsdatenblatt ist das Schaummittel biologisch abbaubar, kann aber in höherer Konzentrationen Schäden verursachen. Dort, wo Wasser aufgewühlt wird – zum Beispiel durch das Überströmen von Wehren wie am Alando –  bildet sich auf der Wasseroberfläche Schaum. Das Entfernen des Schaums würde allerdings eher eine „kosmetische“ Maßnahme sein, da die Stoffe, die den Schaum beim Aufwirbeln des Wassers bilden, im Wasser gelöst sind und dieses aufgrund der Menge des Hasewassers nicht abzupumpen ist. So wird sich das Problem erst durch Verdünnung von vom Oberlauf zufließendem frischen Hasewasser lösen.

Nach Großbrand in Gewerbegebiet: Tote Fische in der Hase./Foto: Tatjana Rykov

Die Schäden sind schon absehbar: Viele Fische in der Hase sind bereits gestorben. Ob das Löschwasser oder der Schaum die Ursachen sind, wird noch geprüft.

Nach Großbrand in Gewerbegebiet: Tote Fische in der Hase./Foto: Tatjana Rykov

Fachbereich Umwelt und Klimaschutz überprüft Hasewasser

Der Fachbereich Umwelt und Klimaschutz überprüft zurzeit vor Ort das Wasser der Hase darauf, ob es das Fischesterben verursacht hat und hat sowohl die Unteren Wasserbehörden des Landkreises Osnabrück als auch des Kreises Steinfurt über die aktuellen Probleme informiert. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen möglicher Umweltschäden, durch die eine Schädigung von Flora und Fauna zu befürchten sind. Dem Landesfischereiverband Weser-Ems liegen bisher keine Informationen zum Fischsterben in der Hase vor.

 



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