Die Natur vor Ort fördern und erhalten. Das ist seit über 25 Jahren die Aufgabe des Naturschutzrings Dümmer e.V. In einer Feierstunde wurde dieses Engagement in Anwesenheit vieler ehrenamtlich Aktiver von Umweltminister Olaf Lies am Mittwoch, den 13. Februar gewürdigt.

Neben erfolgreichen Artenschutzprojekten zählen auch Großprojekte wie die Vernässung von Mooren zu den Aufgaben des Naturschutzrings. Nur durch eine gesicherte, langfristige finanzielle Förderung seitens des Landes Niedersachsen kann diese Arbeit fortgesetzt werden.

Optimale Bedingungen für Vögel

„Heute kann man sich den Dümmer ohne Fischadler und Trauerseeschwalbe gar nicht mehr vorstellen. Sie finden hier optimale Brut- und Lebensbedingungen vor. Das ist besonders der unermüdlichen Arbeit der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter des Vereins Naturschutzring Dümmer zu verdanken“, erklärt Dr. Holger Buschmann, Landesvorsitzender des NABU Niedersachsen. Neben der Erhöhung der biologischen Vielfalt am Dümmer setzt sich der Naturschutzring auch für den Klimaschutz ein. „Die Wiedervernässung des Großen Moores und des Diepholzer Moores waren wegweisende Projekte, denn als Kohlenstoffspeicher erfüllen sie für den Menschen eine wichtige Klimaschutzfunktion. Ein langfristiges Engagement und eine sichere Finanzierung zahlen sich somit aus“, ergänzt Dr. Buschmann,“ Neben der Bekämpfung des Klimawandels stehen wir aktuell vor der großen Herausforderung, unsere Arten und Lebensräume und damit die Ökosysteme als unsere Lebensgrundlage für uns alle zu erhalten. Ökologische Stationen sind ein wichtiges Standbein dabei, weil sie die Betreuer vor Ort darstellen.“

Betreuung von Hochmooren und Naturschutzgebieten

Der Naturschutzring betreut als Kooperationspartner des Landes zusammen mit der Naturschutzstation Dümmer das heutige EU-Vogelschutzgebiet Dümmer und in Kooperation mit den Landkreisen Diepholz, Vechta und Osnabrück weitere Naturschutzgebiete und großflächige Hochmoorgebiete, die sich an die Dümmerniederung anschließen. Frank Apffelstaedt vom Naturschutzring Dümmer e.V. sagt: „Seit Anfang 2018 ist der Naturschutzring Dümmer e.V. über eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung mit den drei Unteren Naturschutzbehörden der Landkreise sowie mit dem NLWKN als eine von 12 Ökologischen Stationen im Rahmen der neu strukturierten Vor-Ort-Betreuung von Schutzgebieten in Niedersachsen tätig, um Synergien zwischen dem verbandlichen und dem amtlichen Naturschutz effizient zu nutzen.“

Finanzierung nur bis 2021

Doch die Finanzierung der Ökologischen Stationen ist lediglich bis einschließlich des Jahres 2021 durch das Land Niedersachsen gesichert. Im Koalitionsvertrag der Landesregierung wurde bereits festgehalten, dass die Förderung nicht nur fortgeführt, sondern weitere Stationen aufgebaut werden sollen. Daher fordert Thomas Beuster, Sprecher Arbeitskreis Ökologische Stationen: „Ökologische Stationen sind in Niedersachsen ein wesentlicher Baustein zum Erhalt der biologischen Vielfalt, insbesondere um in den Schutzgebieten Erfolge zu erzielen. Nur durch eine langfristige, finanzielle Sicherung kann die biologische Vielfalt erhalten und gefördert werden. Der Naturschutzring Dümmer, als Urgestein, zeigt deutlich, dass sich dieses Engagement auszahlt.“