HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne
.
Nach langer Bauphase: Humboldtbrücke in Osnabrück wieder eröffnet
Obduktion gibt Antworten zu Fall in Bramsche: Vater...
So mangelhaft ist der Zustand der Ausländerbehörde Osnabrück
Icker Landstraße gesperrt: Lkw muss aus Graben geborgen...
Wieso die Stadtwerke Osnabrück in den Glasfasermarkt einsteigen
VfL Osnabrück empfängt Bundesligisten Borussia Mönchengladbach am 26....
Motorradkontrollen zum Saisonauftakt im Landkreis Osnabrück
67 Kitas, ein Träger: Kirchenkreise bündeln Kräfte in...
Leitbake vor fahrendes Auto in Bramsche geworfen
2:0-Heimsieg gegen Viktoria Köln: VfL Osnabrück verteidigt Tabellenführung...
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • ✨ KI-Leitlinie
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne

© (1996) 2014 – 2026 osna.com GmbH
Impressum & Datenschutzerklärung.

Startseite AktuellMorgen-Kommentar: Steuergelder gehören auf Konten der Sparkasse und der Volksbank!
AktuellKolumneKommentarMeinung & KolumneMorgen-Kommentar

Morgen-Kommentar: Steuergelder gehören auf Konten der Sparkasse und der Volksbank!

von Heiko Pohlmann 6. März 2021
von Heiko Pohlmann 6. März 2021
Foto Sparbuch: Flickr, FuFu Wolf CC BY 2.0
27

Eine Weisheit teilen Kriminelle ebenso wie Ermittler: Wer betrügen will, findet seine Opfer am ehesten unter Betrügern!

Foto Sparbuch: Flickr, FuFu Wolf CC BY 2.0

Und nein, ich will mit dem einleitenden Satz nicht unterstellen, dass Finanzchef Thomas Fillep (SPD) und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (CDU) auf die dunkle Seite des Wirtschaftslebens gewechselt sind.

Aber die Frage steht wie ein Elefant im Raum, ob nicht die gesamte Osnabrücker Lokalpolitik, zumindest die Parteien, die aktiv an der Kontrolle des Finanzgebarens der Stadt beteiligt sind, sich böse versündigt haben?  Also „fast schon kriminell“, denn bei 14 Millionen Euro ist mangelnde Kontrolle durch nichts zu entschuldigen, auch nicht mit einem Fingerzeig auf den bösen bösen Banker, der bereits als der eigentliche Schuldige in dieser Angelegenheit ausgemacht wurde.

Ein Kommentar von Heiko Pohlmann

14 Millionen Euro, die auch eine „eigentlich“ total überschuldete Stadt wie Osnabrück mal kurzfristig liquide hatte, sind auf den Konten der Bremer Skandalbank Greensill verschollen, möglicherweise sogar verloren.

Stadtkämmerer Fillep flüchtet sich – und rein formal ist daran sicher nichts auszusetzen – auf externe Ratings, die dem eher kleinen Bremer Bankhaus bis zuletzt ein gutes Zeugnis und ein sehr geringes Ausfallrisiko der Geschäfte bescheinigten.
„Ein Betrugs- und Verschleppungsfall sondergleichen“, sei da in Bremen passiert. pflichten die Genossen Susanne Hambürger dos Reis, als SPD-Fraktionsvorsitzende, und Philipp M. Christ, Finanzpolitiker der SPD, dem unter Beschuss geratenen städtischen Finanzchef pflichtschuldig in einer am Freitagabend veröffentlichten Erklärung bei.

Bank gegründet von einem australischen Zuckerrohrpflanzer

Schaut man sich aber mal an, wem die Osnabrücker Gelder anvertraut wurden, frage ich mich – kriminelle Energie der Banker aus Bremen und dem fernen Queensland in Australien hin oder her – wie ausgerechnet einer solchen Bank die in Osnabrück erwirtschafteten Steuergelder anvertraut werden konnten?

Ganze 44 Jahre alt ist der australische Banker Lex Greensill, der erst vor 10 Jahren, also 2011 den britischen Finanzdienstleister Greensill Capital gegründet hatte – im für einen Banker „zarten Alter“ von 34 Jahren.
Davor, so berichtet der Business Insider, hat der Sohn einer Farmerfamilie, deren Haupterwerb im Anbau von Süßkartoffeln, Erdnüssen, Melonen und Zuckerrohr besteht, nach seinem Jura-Studium u.a. in einer Bauernvereinigung Berufserfahrung gesammelt, bevor er sich für das Bankgewerbe interessierte und bereits sieben Jahre nach seinem Juraabschluss sein Finanzunternehmen gründete.

Ich finde, wir müssen endlich zurück zu alten Tugenden finden und nicht immer nach dem Anschein schauen, sondern nach den wirklichen Fähigkeiten und Hintergründen.
Und bei allem Respekt vor der Jugend und den Sprösslingen von australischen Bauernfamilien… so jemand wie Lex Greensill hätte niemals Zugriff auf städtische Gelder bekommen dürfen!

Wieso nicht städtische Gelder bei einer lokalen Bank parken?

Wir haben in Osnabrück mit der Sparkasse, an der die Stadt Osnabrück auch beteiligt ist, auch noch die Volksbank Osnabrück. Beides Kreditinstitute, die hier selbst zum Steueraufkommen beitragen. Ironie der Geschichte: Auch die Steuerzahlungen der seriösen Osnabrücker Geldinstitute wurden wohl bei der seltsamen Bank eines australischen Bauernsohns „verbrannt“.

Wenn ich eines von unseren Feierabendpolitikern in der kommenden Ratssitzung erwarte, dann ist es, dass schnellstmöglich eine Anweisung an die Stadtverwaltung ergeht, dass in Osnabrück erwirtschaftete Steuergelder, Gebühren und Erträge ausschließlich auf Konten lokaler Banken mit Sitz in Osnabrück angelegt werden.

Selbst wenn für Einlagen bei seriösen und lokalen Banken „Strafzinsen“ zu zahlen sind, gehört städtisches Geld auf eine seriöse Bank, und die haben wir hier vor Ort!
Mit Strafzinsen müssen sich derzeit viele Bankkunden herumärgern, aber gibt es deswegen einen Run auf so seltsame Institute wie die Greensill Bank? Nein, denn ein Großteil der Bankkunden ist die Sicherheit und Seriosität von Sparkasse und Volksbank wichtiger als ein paar Euro zusätzlicher Bankgebühren.

Warum unsere Lokalpolitiker, unter deren Aufsicht und Verantwortung der Stadtkämmerer gehandelt hat, das anders gesehen haben, sollte allerdings auch noch aufgearbeitet werden. Schließlich waren alle Beteiligten „gewarnt“; mit vermeintlich cleveren Anlagen in Schweizer Franken Ist Osnabrück ja schon mal ordentlich reingefallen.

 


Hier finden Sie alle bislang erschienenen “Morgen-Kommentare”.

[Gruß vom Herausgeber] Liebe Leserin, lieber Leser, schön, dass Sie es bis hier ganz unten geschafft haben. Ein paar Zeilen weiter finden Sie noch den obligatorischen Hinweis, dass gekennzeichnete Meinungsbeitäge stets ausschließlich die Meinung des Autors wiedergeben. Aber ich möchte diesem förmlichen Disclaimer noch etwas hinzufügen. Natürlich haben Sie, wie auch ich und jeder andere Leser, eine eigene Meinung. Vielleicht weicht Ihre Meinung fundamental von diesem oder einem anderen bei uns veröffentlichten Kommentar ab, vielleicht stimmen Sie aber auch vollkommen zu oder aber Ihre Meinung ist „irgendwo dazwischen“.
Vielleicht kann ein Kommentar in der Hasepost dabei helfen neue Gedanken zu denken oder bestehende An- und Einsichten nochmals zu überdenken, dann haben wir und unsere Autoren etwas richtig gemacht und ganz generell zum Denken angeregt.

„Denken ist schwer, darum urteilen die meisten“ (C. G Jung).
Bitte denken Sie mehr, Ihr Heiko Pohlmann.


Als Kommentar, Kolumne, Meinungsbeitrag oder Satire gekennzeichnete Beiträge geben stets ausschließlich die Meinung des jeweiligen Autors wieder, nicht die der gesamten Redaktion.

 

0 Kommentare 0 FacebookTwitterPinterestEmail
Heiko Pohlmann

Heiko Pohlmann gründete die HASEPOST 2014, basierend auf dem unter dem Titel "I-love-OS" seit 2011 erschienenen Tumbler-Blog. Die Ursprungsidee reicht auf das bereits 1996 gestartete Projekt "Loewenpudel.de" zurück. Direkte Durchwahl per Telefon: 0541/385984-11

vorheriger Artikel
PKW prallt gegen LKW in Osnabrück-Dodesheide [Update]
nächster Artikel
Greensill-Bank: Oberbürgermeister Griesert soll öffentliche Sondersitzung einberufen

das könnte Sie auch interessieren

Nach langer Bauphase: Humboldtbrücke in Osnabrück wieder eröffnet

4. März 2026

Obduktion gibt Antworten zu Fall in Bramsche: Vater...

4. März 2026

So mangelhaft ist der Zustand der Ausländerbehörde Osnabrück

4. März 2026

Icker Landstraße gesperrt: Lkw muss aus Graben geborgen...

4. März 2026

Wieso die Stadtwerke Osnabrück in den Glasfasermarkt einsteigen

4. März 2026

VfL Osnabrück empfängt Bundesligisten Borussia Mönchengladbach am 26....

4. März 2026

Motorradkontrollen zum Saisonauftakt im Landkreis Osnabrück

4. März 2026

67 Kitas, ein Träger: Kirchenkreise bündeln Kräfte in...

4. März 2026

Leitbake vor fahrendes Auto in Bramsche geworfen

4. März 2026

2:0-Heimsieg gegen Viktoria Köln: VfL Osnabrück verteidigt Tabellenführung...

3. März 2026


Aktuelle Artikel

  • Sophie Passmann bereut Botox-Essay und Feminismus-Debatte

    4. März 2026
  • CDU-Verteidigungspolitiker hält Marine-Einsatz in Straße von Hormus möglich

    4. März 2026
  • Nach langer Bauphase: Humboldtbrücke in Osnabrück wieder eröffnet

    4. März 2026
  • Obduktion gibt Antworten zu Fall in Bramsche: Vater erschoss Tochter, dann sich selbst

    4. März 2026
  • Nato schießt iranische Rakete vor türkischem Luftraum ab

    4. März 2026


Impressum

  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram

© (1996) 2014 – 2026 osna.com GmbH   ·   Impressum & Datenschutzerklärung   ·   Made with ♡ in Osnabrück.   ·  Unsere Partnerportale:
OSNA.dating Partnersuche   ·   Hilfethemen für die US Einreise mit dem ESTA.  ·   www.kfz-versicherung-trotz-schufa.com  


zurück nach oben
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Home3 demos
  • Politics
  • Economy
  • Sport
  • Culture
  • Technology
  • Region Osnabrück+ Kreis ST
  • Seite 3