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Startseite Deutschland & die WeltMorgan: Fossile-Abkehr stockt – nervöse Staaten blockieren Klimaverträge
Deutschland & die Welt

Morgan: Fossile-Abkehr stockt – nervöse Staaten blockieren Klimaverträge

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 20. November 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 20. November 2025
Jennifer Morgan (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
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Auf der Weltklimakonferenz COP30 im brasilianischen Belém sieht die frühere Klimabeauftragte der Bundesregierung, Jennifer Morgan, zugleich Fortschritte und Blockaden. In einem Gespräch mit dem Nachrichtenportal Watson sprach sie von einer „ein bisschen chaotisch“ verlaufenden Verhandlungssituation und warnte vor bremsenden Staaten bei zentralen Klimaschutzthemen.

„Ein bisschen chaotisch“ – gemischte Bilanz der Verhandlungen

Die ehemalige Sonderbeauftragte für internationale Klimapolitik der Ampelregierung Jennifer Morgan beschrieb die Lage auf der COP30 in Belém als widersprüchlich. „Es ist ein bisschen chaotisch“, sagte Morgan dem Nachrichtenportal Watson am Donnerstag über die aktuelle Verhandlungssituation. Es gebe ihrer Darstellung nach sowohl Fortschritte als auch Widerstand.

„Wir sehen hier bei der Abkehr von fossilen Energien ganz viel Bewegung“, sagte sie laut Watson. Gleichzeitig gebe es jedoch „nervöse“ Staaten, die den Prozess bremsten. „Sie wollen nicht so viel Aufmerksamkeit für den Klimaschutz.“ Als besonders zurückhaltend nannte Morgan „die arabische Gruppe, auch Indien und China“. Bei Finanzierungsfragen seien „auch die großen Industriestaaten sehr vorsichtig“.

Rolle Deutschlands und Einfluss der Zivilgesellschaft

Die Vertreter der deutschen Regierung seien auf der COP nach Morgans Einschätzung „sehr aktiv“ und arbeiteten eng mit anderen Staaten zusammen, um zu einem „guten Ergebnis“ zu kommen. „Sie spielen eine positive Rolle“, sagte Morgan Watson zufolge.

Mit Blick auf Forderungen aus der Zivilgesellschaft hob sie laut Watson hervor, „wie wichtig und ausgezeichnet das ist, dass wir jetzt eine COP haben, in der die indigene Bevölkerung und die Zivilgesellschaft aktiv sind“. Die systemische Kritik vieler Demonstrierender sei jedoch nicht Teil der eigentlichen Verhandlungen. „Die COP ist aber eher eine Verhandlung über spezifische Vorschläge als über das gesamte kapitalistische System.“

Verteidigung des Verhandlungsformats und Sorge um Geopolitik

Morgan wies gegenüber Watson zudem den Vorwurf zurück, die COP bringe zu wenig Fortschritt. „Seit Paris haben sich viele Dinge geändert“, erklärte sie. „Die COP ist der einzige Ort, an dem die verletzlichsten Länder einen Platz am Verhandlungstisch haben. Ohne dieses Forum hätten wir viele Fortschritte nicht gemacht.“

Mit Blick auf die geopolitische Lage zeigte sich Morgan laut Watson besorgt. Besonders jetzt müsse die internationale Zusammenarbeit funktionieren, „wo wir sehen, was für eine aktiv negative, ja destruktive Rolle die Trump-Regierung spielt“.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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