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Möglicher Bombenblindgänger in Oesede – Evakuierung und Beseitigung am 20. September

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Im Rahmen von Luftbildauswertungen ist im Bereich zwischen den Stadtteilen Oesede und Harderberg in Georgsmarienhütte ein Verdachtspunkt für eine vermeintliche Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ausfindig gemacht worden. Die Beseitigung durch den Kampfmittelräumdienst des Landes Niedersachsen samt Evakuierung erfolgt am Sonntag, den 20. September 2020.

Durch weitere Überprüfungen mittels einer Oberflächensondierung sowie einer Stichsonde am vermeintlichen Fundort, gehen die Experten des Kampfmittelräumdienstes davon aus, dass es sich bei dem Verdachtsfall mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um eine rund 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg handelt. Eine akute Beseitigung sei aber nicht erforderlich: „Der Verdachtspunkt liegt im unbebauten Gelände, sodass derzeit keine unmittelbare Gefahr von dem Objekt ausgeht“, erläutert die zuständige Fachbereichsleiterin bei der Stadt Georgsmarienhütte, Verena Schnalle.

Rund 2.500 Personen betroffen

Der im Radius rund 1.000 Meter große Evakuierungsbereich umfasst neben Teilen des Oeseder Zentrums, auch Bereiche von Oesede-Nord in Richtung Stadtteil Harderberg sowie ein Teil des Gewerbegebietes Osterheide. Betroffen von der Evakuierung sind somit rund 2.500 Personen in 1.500 Haushalten. Die unmittelbar betroffenen Bürger wurden bereits mit Postwurfsendungen über die bevorstehende Evakuierungsmaßnahme am Sonntag, den 20. September 2020, informiert. „Aufgrund der vielen Gewerbebetriebe sowie der notwendigen Unterbrechung des öffentlichen Personennahverkehrs am Knotenpunkt Gildehaus, haben wir uns dafür entschieden die Maßnahme an einem Sonntag durchzuführen“, so Schnalle.

Der Evakuierungsbereich für die mögliche Entschärfung eines Blindgängers im Stadtteil Oesede am Sonntag, 20. September 2020. Von der Evakuierung sind insgesamt rund 2500 Personen in 1500 Haushalten betroffen. / Bild: Stadt Georgsmarienhütte.

Ein Evakuierungszentrum wird in der Realschule Georgsmarienhütte eingerichtet. Dieses wird ab 9:30 Uhr für Besucher geöffnet sein. Am Tag der Beseitigungsmaßnahme muss der Sperrbereich bis 10 Uhr verlassen werden. Von der Evakuierung ist auch das Caritas Pflegezentrum Haus St. Josef betroffen. Die Bewohner werden in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz sowie den Maltesern voraussichtlich im Alten- und Pflegeheim St. Marien im Stadtteil Alt-Georgsmarienhütte untergebracht. „Glücklicherweise können wir bei der gesamten Maßnahme auf die Unterstützung der Hilfsorganisationen bauen, sodass wir hoffentlich einen reibungslosen sowie möglichst schnellen Ablauf gewährleisten können“, so die zuständige Abteilungsleiterin für Ordnungsangelegenheiten bei der Stadt Georgsmarienhütte, Kim Christin Blanke.

Über Quarantänemaßnahmen informieren

Weitere größere Herausforderung: die Corona-Pandemie. Personen, denen im Zeitraum bis zum 20. September eine häusliche Quarantäne angeordnet wurde oder auch bereits positiv getestete Bürger müssen dies unbedingt im Vorfeld der Evakuierung mitteilen. Dazu ist das eigens für die Evakuierungsmaßnahme eingerichtete Bürgertelefon zu verwenden. Es ist ab sofort von montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 12 Uhr unter der Rufnummer 05401/ 850 – 850 sowie am Samstag, den 19. September, in der Zeit von 8 bis 18 Uhr sowie ab 8 Uhr bis zum Abschluss der Maßnahme am Sonntag, 20. September, zu erreichen. „Bei generellen Fragen rund um die Evakuierung, können natürlich auch alle anderen Bürger Informationen über das Bürgertelefon bekommen“, so Blanke.

Wichtige Medikamente und passende Kleidung mitnehmen

Bürger, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr mobil sind und Unterstützung beim Verlassen ihrer Wohnung/Haus benötigen, können sich bis zum 17. September 2020 bei der Rettungsleitstelle des Landkreises Osnabrück unter der Rufnummer 0541/ 50030 – 5950 melden. Von dort wird dann ein Transport mit einem geeigneten Fahrzeug koordiniert.

In diesem Zusammenhang bittet die Stadt Georgsmarienhütte darum, dass bettlägerige oder pflegebedürftige Personen sowie ausländische Mitmenschen von Nachbarn angesprochen und auf die Maßnahme hingewiesen werden. Da die Dauer der Maßnahme nicht genau angegeben werden kann, wird dringend empfohlen, unbedingt notwendige Dinge (Medikamente, Säuglings- oder Spezialnahrung, etc.) sowie angemessene Kleidung mitzunehmen. Weiterhin sollten vor Verlassen der Wohnung alle Elektro- und Gasgeräte ausgeschaltet und alle Wasserhähne geschlossen werden. Insbesondere freilaufende Tiere (Pferde, Kühe, Rinder, Schafe, Ziegen, usw.) sollten an diesem Tag in einem Stall untergebracht werden. Der öffentliche Personennahverkehr fährt bis zu dem Zeitpunkt, an dem „Sicherheit“ gegeben wird. Fahrgäste dürfen den Bus oder die Bahn dann zwar noch betreten, ein Ausstieg ist ab diesem Moment allerdings nicht mehr möglich. Außerdem werden zum Zeitpunkt der „Sicherheit“ die Straßen im Evakuierungsgebiet gesperrt. Davon betroffen sind auch die Bundestraße 51 zwischen den Auf- und Abfahrten Bielefelder Straße (B 68) und Wellendorfer Straße (K 331) sowie die Klöckner- bzw. Glückaufstraße (L 95) im Bereich des Oeseder Zentrums.

Beseitigung erst nach vollständiger Evakuierung

Am Tag der Evakuierung, wird der Sperrbereich von Mitgliedern der gesamten Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Georgsmarienhütte mit Unterstützung der Polizei überprüft. Erst wenn durch die Polizei abschließend festgestellt wird, dass sich keine unberechtigten Personen mehr im Evakuierungsbereich aufhalten, wird „Sicherheit“ an den Kampfmittelräumdienst gegeben. Danach beginnt die Beseitigung des vermeintlichen Blindgängers. Erst nach erfolgter Freilegung des Objektes wird, sofern es sich tatsächlich um einen Bombenblindgänger handelt, entschieden, ob eine Entschärfung möglich oder eine Sprengung notwendig ist. Sofern eine Sprengung unumgänglich ist, müssen weitere Schutzmaßnahmen getroffen werden, die die Maßnahme zeitlich verlängern können.
Neben der Möglichkeit sich über das Bürgertelefon zu informieren, können Bürger auch auf die Internetseite der Stadt Georgsmarienhütte sowie auf die Sozialen Medien (Facebook und Instagram) zurückgreifen. Dort werden ebenfalls aktuelle Informationen zum Verlauf sowie über das Ende der Maßnahmen veröffentlicht.

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