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Missstände bei Werkvertragsarbeitern: Katholikenrat im Bistum Osnabrück begrüßt Initiative zum Arbeitsschutz

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Der Katholikenrat im Bistum Osnabrück begrüßt, dass das Bundeskabinett ein Arbeitsschutzkontrollgesetz auf den Weg gebracht hat, das ab Januar 2021 Werkverträge und ab April 2021 Zeitarbeit in Kernbereichen der Fleischindustrie verbietet. Für Veränderungen im Umgang mit den Arbeiterinnen und Arbeitern mit Werkvertrag brauche es jedoch mehr als ein Gesetz, so die Erklärung des obersten Gremiums der Laien im Bistum Osnabrück.

„Bund, Länder und Kommunen sowie die Zivilgesellschaft und nicht zuletzt auch die Kirchen müssen sich dieser Bevölkerungsgruppe stärker annehmen und auf Missstände aufmerksam machen. Nur so können Ausbeutung und Entrechtung verhindert werden“, so das Gremium in einer Pressemitteilung. Der Katholikenrat unterstütze alle Initiativen, die auf solche Missstände aufmerksam machen und für die Rechte der Beschäftigten mit Werkverträgen eintreten. „Ausdrücklich begrüßen wir die unermüdliche Arbeit von Personen wie Pfarrer Peter Kossen aus Lengerich/Westfalen, der die Situation in der Fleischindustrie seit Jahren öffentlich kritisiert“, so der Text. Katharina Abeln, die Vorsitzende des Katholikenrates, sagte dazu: „Auch bei uns im Bistum Osnabrück wurden Beschäftigte mit Werkverträgen ausgenutzt. Als Christen dürfen wir nicht wegsehen, wenn so etwas in der Nachbarschaft geschieht, sondern müssen auf diese Missstände aufmerksam machen und sie bekämpfen.“

Unterdrückung von Arbeitnehmerrechten

Zwar seien, so der Beschlusstext, Werkverträge mittlerweile in vielen Branchen üblich, nicht nur in der Fleischindustrie. Doch dort zeigten sich aber seit langem die wohl gravierendsten Missstände. Der Katholikenrat führt darunter unter anderem die Verweigerung des Mindestlohnes, drastische Missachtung von Arbeitsschutzgesetzen und Unterdrückung von Arbeitnehmerrechten an. Dabei leisteten die meist aus Osteuropa stammenden Arbeitskräfte einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der deutschen Wirtschaft. Der Katholikenrat vertritt die etwa 550.000 katholischen Laien im Bistum Osnabrück. Seine Mitglieder sind Vertreterinnen und Vertreter aus Dekanaten, katholischen Verbänden und Einzelpersonen aus Kirche und Gesellschaft. Der Katholikenrat beobachtet unter anderem Entwicklungen im gesellschaftlichen, staatlichen und kirchlichen Leben und vertritt die Anliegen der Katholiken in Kirche und Öffentlichkeit.


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