Osnabrück 🎧Mieten in Osnabrück drastisch gestiegen – Linke fordert bundesweiten...

Mieten in Osnabrück drastisch gestiegen – Linke fordert bundesweiten Mietendeckel

-

Osnabrück ist von starken Mietsteigerungen betroffen. Die Linke fordert daher einen bundesweiten Mietendeckel zum Einfrieren der Mieten.

Laut der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Victor Perli (Die Linke) haben sich die durchschnittlichen Kaltmieten für angebotene Mietwohnungen seit 2010 um 56,8 % verteuert. Demnach mussten Wohnungssuchende im letzten Jahr 8,39 Euro pro Quadratmeter zahlen, im Jahr 2010 waren es dagegen nur 5,35 Euro. Die jährliche Preissteigerung beträgt 4,6 % und liegt damit deutlich über der Steigerung von Löhnen, Renten und der Inflationsrate. In einer Reaktion auf diese Zahlen fordert Die Linke wirksame Maßnahmen, um einen weiteren Anstieg der Mieten zu verhindern und hat im Bundestag in dieser Woche einen bundesweiten Mietendeckel beantragt. „Die Politik darf nicht zuschauen, wenn bezahlbarer Wohnraum zur Mangelware wird und Mieter immer mehr von ihrem Einkommen für die Wohnung ausgeben müssen. Für eine wachsende Zahl wird die Angst vor steigenden Mieten und vor Verdrängung Realität. Wir unterstützen die Forderung nach einem sechsjährigen Mietenstopp, wie sie aktuell vom Mieterbund, dem DGB und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband erhoben wird“, so der Linken-Abgeordnete Perli. Damit sollen Mieterhöhungen unterbunden werden. Er kritisiert, dass SPD und CDU damit gescheitert seien, den Trend drastisch steigender Mieten mit ihrer zahnlosen „Mietpreisbremse“ zu stoppen.

Mieten auch im Corona-Jahr gestiegen

Die Osnabrücker Ratsfrau der Linksfraktion Giesela Brandes-Steggewentz kritisiert, dass die Mieten auch im Corona-Jahr gestiegen sind. „In der aktuellen Krise sind steigende Mieten besonders hart. Viele Mieter sind von Kurzarbeit, Erwerbslosigkeit oder ausbleibenden Aufträgen betroffen. Ein Einfrieren der Mieten würde für eine Atempause sorgen und die Betroffenen entlasten. Hier muss der Bund umgehend tätig werden.“ Darüber hinaus setzt sich Brandes-Steggewentz für einen stärkeren kommunalen Wohnungsbau ein. „Im Unterschied zu Immobilienkonzernen haben öffentliche Wohnungsbaugesellschaften keine Profitinteressen, weil sie keine Traumrenditen für die Anleger erzielen müssen. Sie können einfacher langfristig für sozialen und bezahlbaren Wohnraum sorgen.“ Auch hierfür müssten Bund und Land die Kommunen beim gemeinnützigen und sozialen Wohnungsbau viel mehr unterstützen. Darüber hinaus verweist sie auf die neugegründete Wohnungsbaugesellschaft: „Das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum, dem auch Die Linke angehört, hat es geschafft über ein Bürgerbegehren eine neue kommunale Wohnungsbaugesellschaft zu gründen. Diese muss jetzt ihren Auftrag erfüllen und darf die Anforderungen des Bündnisses nicht unterlaufen. Anders ist es nicht möglich, die Preisspirale endlich zu stoppen.

Die Mieten stiegen auch im Corona-Jahr. / Symbolbild



PM
PM
Täglich erreichen uns dutzende Pressemitteilungen, von denen wir die auswählen, die wir für unsere Leser für relevant und interessant halten. Sofern möglich ergänzen wir die uns übermittelten Texte. Sofern nötig kürzen wir allzu werberische Aussagen, um unsere Neutralität zu wahren. Für Pressemitteilungen der Polizei gilt: diese werden bei Fahndungsaufrufen oder Täterbeschreibungen grundsätzlich nicht gekürzt.
 

aktuell in Osnabrück

Stadt sucht Wohnraum für Geflüchtete und Pflegestellen für Haustiere aus der Ukraine

Wohnungsschlüssel Der Krieg in der Ukraine zwingt immer noch viele Menschen zur Flucht. Die Stadt sucht für viele Ukrainerinnen und...

Osnabrück will queeres Leben in der Stadt fördern

(Symbolbild) Regenbogenflagge Am Dienstagabend (27. September) entschied der Stadtrat, dass Osnabrück eine Anlaufstelle für queere Menschen werden soll. Der Antrag...

 

Diese Artikel gefallen Ihnen sicher auch ...Lesenswert!
Empfohlen von der Redaktion

Hasepost Zeitung für Osnabrück

Kostenfrei
Ansehen