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MHH und AOK erhalten Wissenschaftspreis: Studie zu Palliativversorgung in Niedersachsen ausgezeichnet

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Palliativmedizin (Symbolbild)

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), Institut für Allgemeinmedizin, und die AOK Niedersachsen haben für eine gemeinsame Studie zur Palliativmedizin den Wissenschaftspreis für „Regionalisierte Versorgungsforschung“ erhalten.

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) zeichnet damit die Studie „Ambulante Palliativversorgung in Niedersachsen – regionale Unterschiede in der Versorgung von Menschen am Lebensende anhand von Qualitätsindikatoren“ aus. Auf Grundlage von AOK-Daten zeigt die Studie, dass die Inanspruchnahme von Leistungen der ambulanten Palliativversorgung in Niedersachsen ungleich verteilt ist. Auffällig ist: Die allgemeine ambulante Palliativversorgung, die im Wesentlichen durch Hausärztinnen und Hausärzte abgedeckt wird, liegt deutlich unter dem angenommenen Bedarf. Patientinnen und Patienten erhalten oftmals zu spät Palliativversorgung, und der Hausärztemangel gerade in ländlichen Regionen gefährdet die Versorgung schwerkranker und sterbender Menschen.

Palliativmedizin ist wichtig

„Wohnortnahe palliativmedizinische Angebote müssen eine gute Versorgung am Lebensende garantieren. Fundierte Analysen bilden hier eine wichtige Grundlage, um gemeinsam mit Akteuren der Palliativversorgung nach Möglichkeiten zur Verbesserung der Versorgung zu suchen. Insbesondere regionale Aspekte müssen stärker berücksichtigt werden“, erklärt Dr. Jürgen Peter, Vorstandsvorsitzender der AOK Niedersachsen. „Die meisten Menschen möchten ihre letzte Lebensphase zu Hause verbringen. Eine gute ambulante Palliativversorgung ist eine wesentliche Voraussetzung dafür“, betont Professor Nils Schneider, Leiter des Instituts für Allgemeinmedizin der MHH. „In vielen Regionen Niedersachsens gibt es gute Angebote, aber auch Lücken. Besonders die allgemeine Palliativversorgung durch Hausärztinnen und Hausärzte muss gestärkt werden.“

Immer mehr Pflegebedürftige

Aufgrund des soziodemographischen Wandels werden in Zukunft immer mehr Menschen pflegebedürftig. Allein bei der AOK Niedersachsen sind es rund 210.000 Menschen (7 Prozent). Um auf diese Herausforderungen zu reagieren, wollen MHH und AOK mit gemeinsamer Forschung einen Beitrag leisten, damit schwerkranke Menschen am Lebensende bestmöglich versorgt werden können.

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