Deutschland & die Welt Merz stellt Äußerung zum Rechtsradikalismus klar

Merz stellt Äußerung zum Rechtsradikalismus klar

-




Foto: Friedrich Merz, über dts

Berlin (dts) – CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz hat klargestellt, dass die Antwort auf den Rechtsradikalismus sich für ihn nicht in der stärkeren Thematisierung von Grenzkontrollen und Clan-Kriminalität erschöpft. Beide Phänomene erforderten “einen starken, durchsetzungsfähigen Rechtsstaat”, sagte Merz der “Welt”. Aber “inhaltlich sind diese Themen natürlich getrennt”.

Der frühere Unionsfraktionsvorsitzende im Bundestag erklärte eine Antwort vor der Bundespressekonferenz am Dienstag, in der er die Bekämpfung von Rechtsradikalismus auf die Bekämpfung von Clan-Kriminalität beschränkt hatte, mit der schlechten Akustik in der Phase der Auflösung der Pressekonferenz. Er habe “offenbar nur einen Teil der Frage verstanden. Bei mir war angekommen, ob ich die Clan-Kriminalität zum Thema machen wolle. Und das hatte ich ja schon zuvor erklärt”, sagte Merz. Dabei habe er sich schon zuvor “ausführlich zum Thema Rechtsradikalismus geäußert” und “ausdrücklich gesagt, dass das Problem jahrzehntelang extrem unterschätzt worden ist”. In der Richtungsdebatte der CDU unterstrich Merz, dass er und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, ein weiterer Bewerber für die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer, “unterschiedliche strategische Ansätze” hätten. “Die Mitte muss die Union immer für sich in Anspruch nehmen”, sagte Merz. Er wolle aber, “dass wir auch für die wertkonservativen und für die liberalen Wählerinnen und Wähler in Deutschland wieder eine politische Heimat werden”, und erreichen, “dass wir die vielen Nichtwähler, die sich von der Union enttäuscht abgewendet haben, wieder zurückholen”. Auch AfD-Wähler wolle er zurückgewinnen. “Es gibt rechtsradikale AfD-Wähler, aber es gibt auch bürgerliche, konservative AfD-Wähler, die seit einigen Jahren in der CDU keine Heimat mehr sehen”, so der Sauerländer. “Ihnen will ich deutlich machen, dass wir auch Platz für sie haben, indem wir die Werte unserer Partei wieder in ihrer ganzen Breite betonen.” Merz forderte zudem, die CDU müsse Wirtschaftskompetenz zurückgewinnen. “Das war immer eine der großen Stärken der Union.” Zu Themen wie Euro-Rettung, Energiepolitik und Einwanderung brauche die Partei “zumindest einige Nachjustierungen”. Merz: “Insbesondere der Kontrollverlust, den wir über den Jahreswechsel 2015/2016 bei der Migration erlebt haben, darf sich nicht wiederholen.”


dts Nachrichtenagentur
Ein Artikel der Nachrichtenagentur dts.

aktuell in Osnabrück

Wegen Corona geschlossen: Musik- und Kunstschule erstattet Gebühren

In Anlehnung an die Schließung von allgemeinbildenden Schulen wird auch der Unterricht an der Musik- und Kunstschule Osnabrück ausgesetzt....

Kostenlose Stillberatung in Stadt und Landkreis Osnabrück wird weiter angeboten

Unterstützung für junge Mütter bietet eine Stillberatung in Landkreis und Stadt Osnabrück. Dafür werben die Gesundheitswissenschaftlerinnen und Stillberaterinnen. Vordere...

Euroraum-Inflationsrate im März auf 0,7 Prozent gesunken

Foto: Mehl, über dts Luxemburg (dts) - Die Inflationsrate im Euroraum beträgt im März 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat...

SPD-Chefin gegen bundesweites Handy-Tracking in Coronakrise

Foto: Junge Frau beim Telefonieren, über dts Berlin (dts) - Die SPD-Spitze stellt sich gegen den vor allem von...

Diese Artikel gefallen Ihnen sicher auch ...Lesenswert!
Empfohlen von der Redaktion

Contact to Listing Owner

Captcha Code