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Mehr aus Sonne machen: Stadtwerke Solar-Experte Sven Kiesow im Interview

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Zugegeben: Der Sommer 2021 hat in puncto Sonnenschein noch keine Rekorde gebrochen. Trotzdem ist das Thema Solarenergie in aller Munde: wegen der diskutierten Photovoltaik-Pflicht für Neubauten, der wachsenden Anzahl an E-Autos, die möglichst umweltfreundlich geladen werden sollen, und den generellen Folgen des Klimawandels. Doch wie setzt man Solarenergie im eignen Haushalt am besten ein und was muss man dabei beachten? Wir haben mit Sven Kiesow, dem Solar-Experten der Stadtwerke Osnabrück darüber gesprochen.

Herr Kiesow, in der Vergangenheit wurde bei der Belegung darauf geschaut, nur die ertragreichsten Dachflächen mit Photovoltaikanlagen zu bestücken. Ist das immer noch so?

Kiesow: Nein, da findet momentan ein Umdenken statt. Dadurch, dass die Kosten für die Module stark gesunken sind, kann es durchaus Sinn machen, nicht nur z.B. die Südseite eines Daches auszustatten. Letztendlich ist es immer ein Rechenexempel, das man sich individuell für jedes Haus anschauen muss: Welches Potenzial an Energieerzeugung habe ich, wie viel Strom davon kann ich selbst nutzen und welche Kosten kommen auf mich zu?

Viele Haushalte stellen sich ja generell umweltfreundlicher auf. Welche Möglichkeiten gibt es Solaranlagen intelligent mit anderen Anwendungen zu verknüpfen?

Kiesow: Es ist immer eine gute Idee, viel selbst erzeugten Strom im eigenen Haushalt zu verbrauchen, weil die Einspeisevergütung, mittlerweile sehr gering ist. Sinnvoll ist zum Beispiel die Kopplung mit einer Wallbox, um ein E-Auto zu laden oder auch die Kombination mit einer Wärmepumpe als Heizsystem. In einigen Fällen kann sich auch der Einsatz eines Stromspeichers lohnen, um den selbst erzeugten Strom auch dann nutzen zu können, wenn die Sonne nicht scheint. Hier sind die Anwendungsmöglichkeiten vielfältig und werden noch dazu immer „smarter“.

Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach macht aber nicht immer nur alles leichter. Sie hat ja zum Beispiel Einfluss auf die Steuererklärung. Was gibt es da zu beachten?

Kiesow: Es gilt: Wer eine Solaranalage betreibt wird steuerlich zum Unternehmer. Hier sollte man auf dem aktuellen Stand bleiben, wie z.B. der Gewinn oder der Eigenverbrauch ermittelt und angegeben werden müssen.

Mehr Infos zu den aktuellen Entwicklungen im Bereich Photovoltaik bekommen Sie beim Stadtwerke-Vortrag „Machen Sie mehr aus Sonne“ mit Sven Kiesow am 15.09. um 18:30 Uhr in den Seminarräumen des Nettedroms. Im Anschluss an die Veranstaltung kann eine begrenzte Teilnehmerzahl die E-Kartbahn nutzen, die ebenfalls mit Solarenergie betrieben wird. Die Anmeldung ist möglich unter www.swo.de/solar-vortrag.

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