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Mehr Artenvielfalt im Garten: Nistampeln und Nisttaschen helfen Vögeln beim Brüten

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Nistkästen kennt fast jedes Kind. Wer die Piepmätze im Garten liebt, der hat häufig Meisenkästen, manchmal Starenkästen oder sogar solche für Nischenbrüter, zu denen Garten- und Hausrotschwanz, Bachstelze und Grauschnäpper zählen, im eigenen Garten. Dass es darüber hinaus jedoch weitere Möglichkeiten gibt, Vögeln zu helfen – insbesondere solchen, die als Gebüschbrüter mit Nistkästen in der Regel nichts oder nur sehr wenig anfangen können – ist nur wenigen Vogelfreunden bekannt.

Deshalb gibt der NABU Niedersachsen einen Tipp – für etwas „Altbekanntes“, wie NABU-Mitarbeiter Rüdiger Wohlers hervorhebt: „Auch dem Zaunkönig, der Heckenbraunelle und dem Rotkehlchen kann tatsächlich ein von uns hergerichtetes, gezieltes Nistangebot gemacht werden – die Schaffung einer so genannten Nistampel oder einer Nisttasche.“ Schon vor mehr als 100 Jahren wurden Vögeln solche Bruthilfen angeboten – damals vermutlich aber aus dem Beweggrund, Eier oder Jungvögel aus den Nestern nehmen zu können, um sie zu verspeisen. „Das gehört hoffentlich der Vergangenheit an!“, hofft der Naturschützer.

Das beste Nistangebot bleiben Hecken

Heutzutage möchten viele Menschen möglichst viele Vogelarten in ihren Gärten beobachten können. Neben der Schaffung eines vogelfreundlichen Umfelds durch viele hauptsächlich heimische Stauden, Gräser, Bäume und Sträucher als Nahrungs-, Deckungs- sowie Brutbereiche, einer Wasserstelle im Garten, Giftfreiheit und viele Insekten kann dies durch Nistangebote geschehen. „Das beste Nistangebot, dass Baum- und Gebüschbrütern geschaffen werden kann, ist natürlich stets die Hecke“, betont der NABU-Naturschutzpraktiker. „Nichts kann die Astquirle der Hainbuche mit ihren Deckungsmöglichkeiten, den dichten Liguster, den Weißdorn, die Schlehe oder die Haselnuss ersetzen.“ Und doch schlägt Wohlers als interessante Ergänzungen Nistampel und Nisttasche vor: „Der naturnahe Garten ist stets ein riesiges Labor, in dem jeden Tag eine neue Entdeckungsreise in die Vielfalt der Natur unternommen werden kann.“

Nisttaschen und Nistampeln als zusätzliche Angebote

Die Nistampel kann am besten aus Zweigen elastischer Bäume und Sträucher geformt werden. Dafür eignen sich etwa die Zweige von Ginster oder Kiefer. In eine Art „Tasche“ aus Maschendraht gegeben und einer nach innen geformten Höhle mit ausreichend großer Einschlupfstelle kann die Nistampel an Zweigen und Ästen von Bäumen und großen Sträuchern angebracht werden – möglichst nicht zu freihängend. Nisttaschen sind leichter anzubringen: Ebenfalls aus elastischen Zweigen, etwa einen Meter lang, werden sie dadurch gebildet, dass die Zweige an einem Baum – möglichst mit grober Rinde – fest an den Baumstamm gebunden werden, dann nach oben aufgerichtet werden, sodass eine Art Tasche entsteht – ein idealer Nistplatz, vor allem dann, wenn er zusätzlich durch groben, ausreichende Einschlüpfe bietenden Draht gesichert wird. Hier finden sich mitunter Heckenbraunelle oder auch Zaunkönig und Rotkehlchen zur Brut ein. „Gut bewährt hat es sich, die Nisttasche an der der Wetterseite abgewandten Stammseite des Baumes anzubringen“, ergänzt Rüdiger Wohlers.

Singendes Rotkehlchen. / Foto: Marc Scharping.


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