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Martin Herrenknecht wirft CDU Mutlosigkeit vor

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Foto: CDU-Parteitag Dezember 2018, über dts

Schwanau (dts) – Martin Herrenknecht, Vorstandsvorsitzender und Gründer des gleichnamigen Familienunternehmens, wirft der CDU Mutlosigkeit und fehlenden Veränderungswillen vor. Besonders scharf kritisierte Herrenknecht im „Handelsblatt“, dass sich Friedrich Merz nach seiner Niederlage bei der Wahl um den Parteivorsitz wieder weitgehend aus der Politik zurückgezogen hat. Wegen seiner Wirtschaftskompetenz sei Merz der einzige, der „Deutschland und die CDU wieder auf Vordermann bringen“ könne, so Herrenknecht.


Peter Altmaier halte zwar „gute Reden, aber setzt wenig um“. Merz wäre aus seiner Sicht „ein starker Wirtschaftsminister“. Im „Handelsblatt“ warb das langjährige CDU-Mitglied Herrenknecht für eine „Agenda 2035“. Darin finden sich Ideen wie ein „Beschleunigungsgesetz“ für Investitionen in die Infrastruktur, „eine Bildungsreform“ und bessere Konzepte für Energiewende und Einwanderung. Es brauche einen „programmatischen Wechsel“ in Deutschland, gerade mit Blick auf die Zukunft. Angesichts technologischer Entwicklungen wie in China müsse Deutschland Strategien entwickeln, um weiterhin „in der ersten Liga zu spielen“, forderte der Unternehmer. Anders als Teile der CDU oder des Deutschen Industrie- und Handelskammertages warnte Herrenknecht davor, die Unternehmenssteuern zu senken, um die Wirtschaft anzukurbeln. Da es der Konjunktur aktuell noch gut gehe, wäre dies ein falsches Signal gegenüber den unteren Lohngruppen. Diese müssten entlastet werden. Seine Reformvorschläge hat Herrenknecht bereits Kanzlerin Merkel vorgestellt. Um ihnen Nachdruck zu verleihen, entschied sich das langjährige CDU-Mitglied, seine Parteimitgliedschaft aktuell ruhen zu lassen. „Ich hoffe, dass sich die CDU endlich aufrafft und eine klare Zukunftsstrategie formuliert“, sagte der Unternehmer.

dts Nachrichtenagentur
Ein Artikel der Nachrichtenagentur dts.


 


 

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