Auch die 46. Auflage des Stadtfestes zeichnete sich durch ein tolles Programm, volle Straßen und vor allem eine super Stimmung aus – so lautet das einstimmige Resümee der Organisatoren. „Wir freuen uns über einen neuen Rekord von schätzungsweise 850.000 Besuchern auf der Maiwoche“, bilanziert Petra Rosenbach, Geschäftsführerin der Osnabrück – Marketing und Tourismus GmbH (OMT).

„Die beliebtesten Tage waren die beiden Samstage, aber auch an den Freitagen war es richtig voll in der Stadt. Dies zeigen uns die lasergestützten Passantenfrequenz-Messungen in der Innenstadt“, so Rosenbach. „Mit Ausnahme der Unwetter-Unterbrechung am ersten Sonntag hatten wir in diesem Jahr bestes Maiwochen-Wetter. Insgesamt konnten wir Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr noch einmal steigern. Das freut mich natürlich für mein Team und alle Beteiligten, die jedes Jahr mit einem immensen Einsatz und viel Herzblut zum Gelingen der Maiwoche beitragen“, so die OMT-Geschäftsführerin.

Stimmungsvoll und friedlich

Tolle Stimmung und keine Zwischenfälle attestiert Dr. Sandra Solf der diesjährigen Maiwoche: „Die Bilanz von Polizei, Feuerwehr, Sanitätsdiensten, Ordnungsaußendienst, Verkehrsaußendienst und Sicherheitsdiensten fällt durchweg positiv aus“, so die Leiterin des Fachbereichs Bürger und Ordnung der Stadt Osnabrück. „Ich habe diese Maiwoche als besonders friedlich und stimmungsvoll wahrgenommen“, so Solf. Ein großer Dank gelte den Anwohnern für ihr Verständnis und die Kooperationsbereitschaft im Kontext nötiger Sperrungen während des Stadtfestes.

Unwetter beendete Familientag

Bei aller Planung lässt sich das Wetter nicht beeinflussen: So fand der erste Maiwochen-Sonntag nach vielversprechendem Beginn wetterbedingt ein abruptes Ende: Am späten Nachmittag zwang ein heftiges Unwetter die Veranstalter, die Maiwoche für diesen Tag vorzeitig zu beenden. „Bis zu diesem Zeitpunkt war die Innenstadt gut besucht, viele Familien waren da, um unter anderem „Frank und seine Freunde“ beim Kinderprogramm in der Georgstraße zu sehen oder im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags durch die Geschäfte zu bummeln, so Stephan Gerecht von der OMT. „Da ist es natürlich schade, wenn man gezwungen ist, den Tag vorzeitig zu beenden. Die Tatsache, dass es weder zu Verletzten noch zu Schäden gekommen ist, zeigt aber, dass die frühzeitige Entscheidung gut und richtig war.“

Foto: Bettina Mundt

Osnabrück-Tag am Dienstag

Auf positive Resonanz stieß auch in diesem Jahr der Osnabrück-Tag mit Musik und Mitmachaktionen von Osnabrückern für Osnabrücker. „Die interaktiven Programme wie die Karaoke-Show und das offene Singen mit dem Matthäus-Chor haben sich erneut als Publikumsmagneten erwiesen. Auch die „klassischen“ Musikprogramme in den Abendstunden wurden von den Besuchern sehr gut angenommen“, freut sich Gerecht.

Marktplatz als Herz der Maiwoche

Seit 30 Jahren organisiert Todor „Tosho“ Todorovic, Kopf der „Blues Company“, das Bühnenprogramm auf dem Marktplatz. „2018 war für die Marktplatzbühne mit Abstand das bestbesuchte Jahr aller Zeiten“, resümiert Todorovic. An vielen Abenden sei der Platz bis auf den letzten Platz gefüllt gewesen. Als sehr schade bezeichnet der Vollblutmusiker den wetterbedingten Ausfall der Band „Hiss“ und die verletzungsbedingte Absage von Tommy Schneller. Beide Konzerte sollen „Tosho“ zufolge jedoch 2019 nachgeholt werden.

Hasestraßenfest wieder ein beliebter Anlaufpunkt

Seit Jahren zählt das Hasestraßenfest zu den Highlights im Rahmen der Maiwoche. Am Freitag und Samstag sorgten drei kleine Bühnen und verschiedene Stände zwischen Löwenpudel und Lohstraße für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Die verschiedenen Bands, vorwiegend aus Osnabrück und der Region, zogen entsprechend viele Besucher an.

Aussteller sorgen sich um langfristige Finanzierung

Christoph Sierp, Betreiber der Flächen zwischen Domhof und Neumarkt bescheinigt der Maiwoche 2018 tolle Stimmung bei bestmöglichem Wetter. Aus wirtschaftlicher Sicht könne er aber nicht zufrieden sein: „Der Kostendruck, die Sondernutzungsgebühren, hohe Kosten für die Erschließung und zugleich fehlende Zuschüsse machen uns das Leben schwer“, so Sierp. „Wir Veranstalter finanzieren uns zum Großteil über die Umsätze an den Ständen“ – diese seien aber weiter rückläufig. Doch Sierp richtet den Blick nach vorne: „Wir müssen und werden daran arbeiten, dass wir das wieder in den Griff bekommen!“

Die nächste Maiwoche findet vom 10. bis 19. Mai 2019 statt.