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LKW kracht auf Autobahn 1 in Stauende – Fahrer überlebt nur knapp

Wegen eines PKW-Unfalls war die A1 am Dienstag (1. April) kurzzeitig zwischen Neuenkirchen-Vörden und Holdorf gesperrt. Im entstandenen Rückstau kam es dann zu einem folgenschweren Unfall. Ein Gliederzug fuhr einem Sattelzug auf, wobei durch die Wucht des Aufpralls die Fahrerkabine fast vollständig zerquetscht wurde. Nur ein kleiner Bereich, kaum größer als der Fahrer, blieb verschont.

Autos zuvor bei Spurwechsel kollidiert

Zwei Autos waren zuvor beim Spurwechsel kollidiert. Eine Person war dabei leicht verletzt worden, beide PKW wurden so stark beschädigt, dass sie nicht mehr fahrbereit waren. Während dieser Unfall vergleichsweise glimpflich endete, kam es am Ende des Staues zu einem Unfall mit fatalen Folgen.

Mehrere LKW waren gegen 18:00 Uhr nacheinander unterwegs und bremsten ab. Ein 45-jähriger Fahrer eines Gliederzuges erkannte die Situation zu spät und krachte in das Heck eines vorausfahrenden Sattelzuges. Der Aufprall war so enorm, dass der Trailer mehrfach und auch der Rahmen der Zugmaschine einmal durchknickte. Zeitgleich bohrte sich der Tank des Aufliegers großflächig in die Fahrerkabine des Gliederzuges und zerstörte sie komplett.

LKW kracht auf Autobahn 1 in Stauende – Fahrer überlebt nur knapp

Rettungshubschrauber im Einsatz

Der Fahrer wurde eingeklemmt und musste mit schwerem technischen Gerät befreit werden. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Holdorf und Neuenkirchen i.O. rückten gemeinsam mit Polizei und Rettungsdienst an. Die Rettung an den hohen Fahrzeugen wurde etwas erleichtert, weil zufällig ein Abschlepper zur Stelle war. So konnten die Retter dessen Plattform nutzen, um das Fahrerhaus mit Schere und Spreizer schnell zu erreichen.

Nach seiner Befreiung wurde der Mann mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Er erlitt schwere Verletzungen, kann aber einen zweiten Geburtstag feiern. Die Schäden an seinem LKW zeigen sehr deutlich, dass ihm nur ein kleiner Raum zum Überleben bleib, weil er minimal nach links versetzt auffuhr. Der 60 Jahre alte Lenker des vorausfahrenden LKW wurde mit leichten Verletzungen ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht.

LKW kracht auf Autobahn 1 in Stauende – Fahrer überlebt nur knapp

22.000 Liter Speiseöl

Bei dem Crash schlug ein Dieseltank leck und aus dem Tankauflieger lief etwas Ladung aus. Nach ersten Maßnahmen durch die Feuerwehr, rückten Bergungs- und Umweltfachkräfte an, um die Flüssigkeiten aufzunehmen und umzuladen. Die rund 22.000 Liter Speiseöl aus dem stark demolierten Trailer mussten mit zwei Pumpen in ein Ersatzfahrzeug umgefüllt werden.

Erst dann konnten die stark verkeilten Fahrzeuge in der Nacht mit Bergefahrzeugen auseinandergezogen werden. Die Vorbereitung zum Abschleppen gestalten sich anschließend sehr aufwändig. Zahlreiche lose Teile, darunter viele große und schwere Bauteile, mussten entfernt oder befestigt werden. Zahlreiche Splitterteile und Bindemittel mussten zunächst mit Schaufeln und Besen von der Fahrbahn entfernt und diese anschließend mit einer Spezialmaschine gründlich gereinigt werden. Bis in die Morgenstunden war die Autobahn für die Aufräumarbeiten ab Neuenkirchen-Vörden voll gesperrt.


 
Heiko Westermann
Heiko Westermann
Heiko Westermann fotografiert und schreibt für die HASEPOST. Er berichtet oft aktuell von Polizei- und Feuerwehreinsätzen im Großraum Osnabrück. Artikel von ihm erscheinen auch beim Studierenden-Portal Studentenleben-OS.de
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