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Linke zweifelt Tropenwald-Fonds an: Gefahr für Regenwaldschutz

Die von Brasilien initiierte „Tropical Forest Forever Facility“ (TFFF) stößt in Deutschland auf deutliche Kritik aus Opposition und Koalition. Linken- und Grünen-Politikerinnen bemängeln mangelnde Stärkung indigener Rechte, unklare Bedingungen für Investoren und Widersprüche zur deutschen Umweltpolitik.

Kritik der Linken an Tropenwald-Fonds

Violetta Bock, Sprecherin der Linkenfraktion im Bundestag für Klimagerechtigkeit, fürchtet, dass der von Brasiliens Präsident Lula da Silva vorgeschlagene Tropenwald-Fonds (TFFF) die Abholzung der Wälder weiter begünstigt. „Der TFFF ist ein weiterer Fonds, der nicht zu stärkeren Landrechten für indigene Gemeinschaften führt – also für jene, die seit Generationen die Wälder schützen“, sagte Bock der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). Der TFFF setze „auf genau jene Logik, die den Raubbau an den Tropenwäldern überhaupt erst antreibt“.

Statt weiterer Fonds ohne klare Vorgaben fordert Bock ein Umsteuern bei der Nutzung natürlicher Ressourcen. Stattdessen müssten die Ausbeutung und extraktive Industrien gestoppt werden. „Der Fonds braucht daher klare Bedingungen, damit das Geld nicht zuerst bei privaten Investoren landet“, fuhr Bock fort.

Finanzierung, Verantwortung und Forderungen an Deutschland

Nach Ansicht Bocks trägt Deutschland eine besondere Verantwortung im internationalen Klimaschutz und für dessen Finanzierung. Die Gelder für den TFFF würden aus dem Entwicklungsministerium bereitgestellt, so die Linken-Politikerin. „Deutschland muss endlich der Forderung des Globalen Südens nachkommen: Klimamittel dürfen nicht mit Entwicklungszusammenarbeit verrechnet werden.“

Bock knüpft diese Kritik an weitergehende finanzielle Forderungen. Es brauche echte Schuldenaufhebung und Reparationen. „Für die Rüstung wurden in Deutschland über Nacht mehrere Milliarden freigemacht“, kritisierte Bock. „Bei der Sicherung der nächsten Generationen wird dagegen weiterhin auf die Bremse gedrückt.“

Grüne sehen „unglaubwürdiges Feigenblatt“

Auch aus den Reihen der Grünen gibt es Widerspruch zur deutschen Unterstützung des Tropenwald-Fonds. Die Grünen werfen der Bundesregierung nach deren Ankündigung, den Fonds mit einer Milliarde US-Dollar zu unterstützen, ein widersprüchliches Vorgehen vor. „Die Bundesregierung feiert sich international als Waldretter während sie gleichzeitig auf heimischem Parkett den Schutz unserer Natur untergräbt“, sagte Julia Verlinden, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag. „Solange die Bundesregierung im eigenen Land die Naturwiederherstellung ausbremst und in Europa gegen entwaldungsfreie Lieferketten kämpft, ist die deutsche Finanzierungszusage für den Regenwald-Fonds ein unglaubwürdiges Feigenblatt.“

Verlinden kritisiert zudem das Vorgehen auf europäischer Ebene und in der nationalen Umsetzung von Naturschutzvorgaben. Auf EU-Ebene habe Agrarminister Alois Rainer (CSU) dafür gesorgt, dass der Nachweis von illegalem Roden von Bäumen deutlich schwieriger geworden ist. „Bei der nationalen Umsetzung der Naturwiederherstellungsverordnung, die ebenfalls ein zentraler Baustein für den natürlichen Klimaschutz darstellt, verweigert Rainer die Arbeit sogar komplett“, kritisierte Verlinden. „Umweltminister Schneider sollte dringend seinen Ministerkollegen Alois Rainer ins Gebet nehmen und Waldschutz und die Stärkung natürlichen Klimaschutzes einfordern.“

Die „Tropical Forest Forever Facility“ (TFFF) soll Länder für den Schutz der tropischen Regenwälder belohnen. Dafür sollen Staaten und private Investoren rund 125 Milliarden US-Dollar in einen Fonds geben, dessen Erträge pro Hektar intaktem Wald ausgezahlt werden sollen. Mindestens 20 Prozent der Erträge sollen an indigene Gemeinschaften fließen. Über die genauen Regeln des Fonds sollen diejenigen entscheiden, die dafür Geld geben.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .


 
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Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.
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