Deutschland & die WeltLaschet bekundet Willen zur Zusammenarbeit mit Merz und Röttgen

Laschet bekundet Willen zur Zusammenarbeit mit Merz und Röttgen

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Foto: Kandidaten für den CDU-Vorsitz Laschet, Röttgen und Merz, über dts

Berlin (dts) – Der neue CDU-Chef Armin Laschet hat seinen Willen zur Zusammenarbeit mit seinen früheren Mitbewerbern Friedrich Merz und Norbert Röttgen bekräftigt. Er schätze Merz sehr, sagte Laschet am Montag nach den Gremiensitzungen im Konrad-Adenauer-Haus.

Mit einem unüberhörbar negativen Unterton stellte Laschet dabei jedoch fest, dass Merz einen Posten im Präsidium abgelehnt habe. Man werde sich nun noch einmal zusammensetzen und beraten, wie man Merz einbinden könne, so Laschet. Indirekt bestätigte er zumindest Teile eines Spiegel-Berichts, wonach er nach seiner Wahl zum Parteichef Norbert Röttgen eine Kandidatur für das Präsidium ausreden wollte. Da Merz eben eine höhere Zustimmung erhalten habe, hätte er diesen auch für das Präsidium vorschlagen wollen.

Nun „freue“ er sich aber, dass Röttgen den Sprung in das Gremium geschafft habe. Der sieht nach der ersten Präsidums- und Vorstandssitzung unter dem neuen Parteichef jetzt angeblich gute Chancen für einen engen Austausch mit seinem bisherigen Rivalen. „Es war eine gute Sitzung“, sagte Röttgen am Montag dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagausgaben). Der Außenexperte verwies auf ein gemeinsames Papier zu den transatlantischen Beziehungen unter der neuen US-Regierung, das auch Laschet in einer anschließenden Pressekonferenz positiv hervorgehoben hatte.

Auf die Frage, ob es ein gutes Verhältnis zwischen ihm und Laschet geben werde, sagte Röttgen: „Die gute Zusammenarbeit zwischen Armin Laschet und mir hat schon begonnen.“ Den beiden CDU-Politikern wird seit Differenzen vor der NRW-Landtagswahl 2012, bei der Röttgen sich im Vorfeld gegen Laschet Landeschef durchsetzte, die Wahl aber schließlich verlor, nachgesagt, sich nicht besonders gut leiden zu können. Nun betonen beide, dass es um Zusammenhalt in der Partei gehe. Merz wiederum hatte mit seinem Vorstoß wenige Stunden nach seiner Wahlniederlage, nun sofort Wirtschaftsminister werden zu wollen, für einiges Befremden gesorgt.

Dafür verfügt er aber über beachtlichen Rückhalt in der Partei. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak wies unterdessen am Montag Berichte zurück, wonach es aus Enttäuschung über die Niederlage von Merz auf dem Parteitag nun viele Parteiaustritte gebe. Stattdessen habe es in den letzten Tagen über einhundert Parteieintritte mehr als Parteiaustritte gegeben, sagte Ziemiak.

dts Nachrichtenagentur
Ein Artikel der Nachrichtenagentur dts.

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