Der Kreistag hat eine umfangreiche Unterstützung der Kommunen beschlossen: Sechs Millionen Euro werden durch den Landkreis für die Kinderbetreuung, die Bildung und die Integration in den Städten und Gemeinden als unbürokratische Soforthilfe zur Verfügung gestellt.

Hintergrund dieser Soforthilfe sind die umfangreichen zusätzlichen Herausforderungen, die sich in den vergangenen Jahren bei Landkreis und kreisangehörigen Kommunen im Rahmen der Bildung und Betreuung von Kindern ergeben haben. Besonders im Fokus stehen hier der notwendige Ausbau der Kinderbetreuung, die Auswirkungen des demographischen Wandels und der Inklusion auf die Schulinfrastruktur sowie die Integration der Flüchtlinge. „In all diesen Bereichen hat die Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Kommunen und weiteren, auch ehrenamtlichen Akteuren vor Ort vorbildlich funktioniert“, so Landrat Michael Lübbersmann.

Schulsachkosten steigen jährlich

Neben den inhaltlichen Aufgaben gelte es, auch die damit verbundenen finanziellen Herausforderungen zu stemmen. Hier habe der Landkreis sich stets als zuverlässiger Partner der Kommunen erwiesen und beispielsweise seine Zuschüsse für Kinderbetreuung und Schulsachkosten deutlich erhöht. Gerade im vergangenen Jahr sei die Vereinbarung zu Kita und Krippe mit einem Gesamtvolumen von 160 Millionen Euro auf den Weg gebracht worden. Die Schulsachkosten seien um 2,2 Millionen Euro jährlich erhöht worden und durch ein Schulsanierungsprogramm seien 2017 weitere fünf Millionen Euro zusätzlich in die Gemeinden geflossen.

Schnelle und flexible Hilfe

„Mit dieser Soforthilfe wollen wir die stets flexible, schnelle und bürgernahe Aufgabenerledigung vor Ort unterstützen“ begründet Lübbersmann den während der jüngsten Sitzung gefassten Kreistagsbeschluss. Da die Bedürfnisse vor Ort sehr unterschiedlich seien, könnten die Kommunen in eigener Verantwortung unbürokratisch über die Verwendung der Mittel entscheiden, die umgehend ausgezahlt werden sollen.