Im Beispielbild, das der Landkreis Osnabrück uns zur Verfügung gestellt hat, dürfte vermutlich die Straßenbehörde selbst für den Rückschnitt der Bäume zwischen Fahrbahn und Fahrradweg zuständig sein, aber es zeigt gut die Gefahren von zugewuchterten Schildern auf. Hätten Sie erkannt, dass vor der folgenden Kreuzung die Geschwindigkeit reduziert werden muss?
Die Kontrolle der Kreisstraßen ist eine der Aufgaben des Fachdienstes Straßen des Landkreises Osnabrück. Dabei geht es aber nicht nur um die Überprüfung, ob die Straßen in einem guten Zustand sind. Ebenso achten die Mitarbeiter darauf, ob etwa Verkehrszeichen oder Einmündungen gut sichtbar sind. Deshalb bittet der Landkreis Osnabrück Grundstückseigentümer zu überprüfen, ob etwa Zweige und Äste zurückgeschnitten werden müssen.

Milder Winter sorgte für reichliches Wachstum

„Unsere Aufgabe ist es, für Verkehrssicherheit auf den Kreisstraßen zu sorgen. Dabei sind wir aber auch auf die Hilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen“, sagt Kreisrat Winfried Wilkens. Dies gilt etwa für den Rückschnitt von Pflanzen. Bei der regelmäßigen Straßenkontrolle ist den Mitarbeitern aufgefallen, dass insbesondere durch den milden und feuchten Sommer viele Grünpflanzen kräftig gedeihen – und damit für Sichtbehinderungen sorgen.

Rechtslage nimmt Grundstückseigentümer in die Pflicht

Im Gesetzestext wird dies so formuliert: „Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht ist das Lichtraumprofil für öffentliche Gehwege, Radwege und Fahrbahnen von jeglicher Beeinträchtigung freizuhalten.“ Allerdings ragen häufig Zweige von Bäumen und Sträuchern über private Grundstücksgrenzen hinaus in den Gehweg oder in die Straße. Dies kann die Sicherheit des Straßenverkehrs beeinträchtigen. Dazu werden auch immer wieder Verkehrszeichen verdeckt oder der Einblick an Straßenkreuzungen und -einmündungen erschwert.
Der Landkreis Osnabrück bittet daher die Grundstückseigentümer, Bäume und Sträucher in Augenschein zu nehmen und gegebenenfalls zurückzuschneiden.

 Foto: Landkreis Osnabrück/R.Knäuper