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Lärmschutz in Osnabrück: Tempo 30 auf Teilbereich der Lotter Straße

Stadtbaurat Frank Otte mit dem neuen Tempo 30 Schild in der Lotter Straße.

Auf Teilen der Lotter Straße gilt seit kurzem Tempo 30. Dadurch sollen die Anwohner vor dem Straßenlärm geschützt werden. 

Lärm ist ein unterschätztes Umweltgift. Laut dem Umweltbundeamt verursacht er unter anderem Stress, Bluthochdruck, Probleme beim Stoffwechsel und Schlafstörungen. Der vermeidlich harmlose Krach kann den ganzen Organismus schädigen. In wissenschaftlichen Untersuchungen zeigt sich immer wieder, dass Menschen, die im Alltag einem hohen Lärmpegel ausgesetzt sind, häufiger schwer erkranken. Eine britische Meta-Studie kam zu dem Ergebnis, dass allein der allgegenwärtige Straßenlärm für etwa drei Prozent der Herzinfarkte verantwortlich ist.

Weniger Tempo und weniger Lärm

Um die Lärmbelastung der Osnabrücker zu reduzieren, wurde auf der Lotter Straße, zwischen Bergstraße und Am Kirchenkamp, die Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h auf 30 km/h gesenkt. „Zusätzlich können durch die Geschwindigkeitsreduzierung als Synergieeffekte eine gesteigerte Verkehrssicherheit sowie eine höhere Aufenthaltsqualität erreicht werden,“ sagt Stadtbaurat Frank Otte. Bei Tempo 50 gab es an der Lotter Straße 67 Gebäude, bei denen die Richtwerte für Lärm tagsüber überschritten wurden, jetzt sind es nur noch Neun. Nachts gelten strengere Vorschriften, doch auch hier konnte die Maßnahme die Zahl der lärmbelasteten Gebäude von 84 auf 32 reduzieren.

Lotter Straße gut geeignet

Der Lärmaktionsplan der Stadt Osnabrück aus dem Jahr 2018 bildet die Grundlage für das neue Tempolimit. Die Lotter Straße bot sich für die Geschwindigkeitsreduzierung an, da die Lärmbelastung hier groß war und sich ein guter Kompromiss für den ÖPNV finden ließ. „Wir haben bereits weitere Straßen identifiziert, die sich gut für eine Geschwindigkeitsreduzierung eignen. Ich würde das gerne umsetzen, leider ließen sich bisher aber keine politischen Mehrheiten dafür finden„, so Frank Otte.


 
Lukas Brockfeld
Lukas Brockfeld
Lukas Brockfeld ist seit dem Sommer 2019, erst als Praktikant und inzwischen als fester Mitarbeiter, für die Redaktion der HASEPOST unterwegs.
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