#bewusstanders?: Gay in May setzt sich 2019 auf den Kulturtagen der Vielfalt damit auseinander, ob es ein „Anders“ gibt, oder ob nicht einfach alles normal ist. Was ist überhaupt normal und was ist anders? – Das ist immer eine Frage der Perspektive.

Gay in May nimmt mit dem diesjährigen Motto #bewusstanders? die Perspektive von LGBTI*-Personen ein und zeigt Osnabrücks farbenfrohe LGBTI*-Kulturlandschaft und wie diese Kultur ganz normal in der Stadt verankert ist. Es wird ernsthaft diskutiert, das Leben gefeiert, in herzerweichenden Liebesfilmen geschwelgt, gemeinsam gewandert und eine glamouröse Filmdiva begrüßt.

Eine Frage der Perspektive



Der Grundgedanke hinter dem Motto ist, dass jede LGBTI*-Person sich bewusst ist, anders zu sein, hiermit zu hadern und zu erkennen, dass es gut so ist. Dadurch kann Selbsterkenntnis, Selbstdarstellung, Anerkennung, Selbstbewusstsein, eine Lebenseinstellung oder ein Neuanfang erfolgen. Aber genau dieses anders sein, ist eigentlich ganz normal und nur eine Frage der Perspektive.

In den letzten Jahren wurden viele Rechte und Pflichten für LGBTI*-Personen erreicht und das öffentliche Selbstbewusstsein gestärkt. Doch gerade aktuell gibt es politische Strömungen, die diese Anerkennung angreifen und sie sogar als verfassungsfeindlich darstellen. Das Motto #bewusstanders? ermöglicht es positive wie auch negative Aspekte aufzugreifen, mit denen LGBTI*-Personen leben.

Programm ab Ende April

Traditionell bietet Gay in May auch in diesem Jahr eine bunte Mischung aus Vorträgen, Filmen, Lesungen, Partys und Events. Vom 27.04.2019 bis zum 26.05.2019 gibt es zahlreiche Veranstaltungen in Osnabrück zu entdecken. So dürfen wir zum Beispiel die ehemaligen Rosa-Courage-Preisträger Lutz van Dijk und Ralf König erneut in Osnabrück zu Lesungen begrüßen, präsentieren mit Stefan Radaković aber auch einen aufstrebenden, internationalen Schriftsteller. Gay in May gibt auch wieder 2019 den unterschiedlichsten Gruppen in Osnabrück eine Plattform, ihre Veranstaltungen der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Eine besondere Ehre ist es, Romy Haag den Rosa Courage–Preis am 24. Mai 2019 um 18 Uhr im Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses zu verleihen. Romy Haag war schon immer eine Vorreiterin für die Rechte von LGBTI*-Personen und hat stets mit ihrem Tun aufgerüttelt. Sie war in zahlreichen Filmen zu sehen, provozierte mit Musik, deren Texte direkt und unverblümt Missstände anprangerten, und zeigte sich immer glamourös in der Öffentlichkeit.

Das detaillierte Programm ist unter www.gayinmay.de zu finden und liegt an zahlreichen Stellen in Osnabrück aus.