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Künftige Trasse der Osnabrücker Feldbahn am Piesberg nimmt Gestalt an

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Weichenstellung: Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (5. v.l.) informiert sich im Kultur- und Landschaftspark Piesberg über den Stand der Arbeiten an der Feldbahn. Mit ihm auf der Baustelle sind (v.l.) Karl-Heinz Uthmann (Stadt Osnabrück), Marion Niemeyer (Osnabrücker ServiceBetrieb), Klaus Wiebold (Wiebold LandschaftsArchitektur GmbH), Jörg Sprengelmeyer (Verein Feldbahn Piesberg Osnabrück) und Detlef Gerdts (Stadt Osnabrück).

Der Ausbau der Feldbahn im Kultur- und Landschaftspark Piesberg geht voran. Derzeit ist der Fürstenauer Weg auf Höhe Schwarzer Weg nur einspurig befahrbar, weil an der Trasse gearbeitet wird. Auch der Rundwanderweg Piesberg ist teilweise gesperrt. Die Strecke zwischen der Station Industriemuseum am Fürstenauer Weg und dem Stüveschacht wird auf einer Länge von fast 1300 Metern befestigt, sodass voraussichtlich im Herbst dort die Schienen verlegt werden können.

Wegen der Eigenschaft der Feldbahn, nur eine Steigung von drei Prozent überwinden zu können, sind die Arbeiten an der Trasse aufwendig. Aus rund 8.000 Tonnen Abraum aus dem Piesberg – das sind 400 Lkw-Ladungen – wurde ein Bahndamm errichtet. In Höhe des Wasserwerks Wallenhorst musste dagegen bis zu vier Meter tief gegraben werden, sodass die Trasse dort durch einen Canyon verläuft. Da wo am Fürstenauer Weg die Betonierarbeiten an der Trasse stattfinden, verläuft sie unmittelbar an einem steilen, 20 Meter tiefen Abhang, sodass dort besondere Vorsicht geboten ist. Die benötigten Schienen mussten in China bestellt werden, weil es in Europa keinen Feldbahnhersteller mehr gibt, der die Normen erfüllt.

Hohe Kosten

Ursprünglich sollte die neue Strecke am Piesberg rund einen Kilometer länger werden. Doch ein Ausbau bis zum Grubenweg hätte das vorgesehene Budget deutlich überschritten, sodass der Rat der Stadt Osnabrück im November 2019 entschieden hat, zunächst nur bis zum Stüveschacht Schienen zu verlegen. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, der die Baustelle am Fürstenauer Weg am Freitag besucht hat, sagt zur Perspektive der Feldbahn: „Die Weichen sind mit der neuen Strecke gestellt, aber ein zukünftiger weiterer Ausbau ist nur umsetzbar, wenn es in erheblichem Maße Investitionszuschüsse gibt.“

Den Piesberg erkunden

Doch auch der Bereich, in dem nun der erste Bauabschnitt umgesetzt wird, bietet abgesehen vom Stüveschacht als vorläufige Endstation interessante Einblicke in den Kultur- und Landschaftspark Piesberg. „Zu sehen sind dort unter anderem der Bremsberg Siebenbürgen, eine Seilwindenanlage sowie die Steinverladung über Schüttanlagen“, zählt Detlef Gerdts, Leiter des Fachbereichs Umwelt und Klimaschutz, auf. „Auch die spektakulären Einblicke in den aktiven Steinbruchbetrieb mit der Steinverarbeitung liegen im Bereich des ersten Bauabschnitts.“ Auch wenn die Feldbahn zunächst am Stüveschacht enden wird, können Besucher und Fahrgäste von dort aus auch den nördlichen Bereich des Piesbergs erkunden. Zu Fuß können sie sich auf den bereits vorhandenen, barrierearmen und beschilderten Weg zum Grubenweg machen.

Hohe Fördersummen

Die Stadt Osnabrück fördert den Ausbau bis zum Stüveschacht mit rund 700.000 Euro. Die Europäische Union stellt 673.000 Euro, das Land Niedersachsen weitere 202.000 bereit. Der Geopark TERRA.vita steuert weitere 112.500 Euro bei.

PM
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