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Startseite AktuellKommentar: Fahrradsituation an der Natruper Straße ist eine Katastrophe
AktuellKommentarMeinung & KolumneOsnabrück

Kommentar: Fahrradsituation an der Natruper Straße ist eine Katastrophe

von Jasmin Schulte 20. Juli 2023
von Jasmin Schulte 20. Juli 2023
Fahrradfahrende müssen stadteinwärts rechts auf den Bürgersteig, stadtauswärts ist es kaum möglich, über die Natruper Straße zu fahren. / Foto: Pohlmann
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Die Stadt möchte fahrradfreundlicher werden, die Verkehrswende vorantreiben und mehr Menschen bewegen, umzusatteln – schön und gut, aber mit Baustellensituationen und unmöglichen Fahrradwegen auf der Natruper Straße wird das Radfahren zur absolut gefährlichen Mutprobe.

Ein Kommentar von Jasmin Schulte

Ich fahre jeden Tag mit dem Rad in die die Redaktion. Mein Weg führt mich dabei aus dem Westen Osnabrücks über die Natruper Straße. Als ich eines morgens unvermittelt vor der Baustelle an der Natruper Straße stand, war ich baff. Meint die Stadt diese kurzfristige „Lösung“ für Radfahrende wirklich ernst? Offensichtlich, denn auch in den nächsten Tage (und Wochen) sollte sich die Situation nicht verbessern. Jetzt setzt die Stadt noch einen drauf und macht den Rückweg aus der Stadt über die Natruper Straße dank Einbahnstraßenregelung fast unmöglich. In der kommenden Baustellenzeit werden vermutlich einige Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer wohl über die Page fahren – und das obwohl dieser Weg weder schön noch sicher oder gar von den stets nörgelnden Autofahrern (ja, ich fahre auch hin und wieder Auto) gewünscht ist.

Blickt denn hier noch jemand an der Baustelle An der Bornau / Natruper Straße durch? / Foto: Pohlmann

Blickt denn hier noch jemand an der Baustelle An der Bornau / Natruper Straße durch? / Foto: Pohlmann

Radlern bleibt entweder die Option, mitten auf dem Fahrradweg zu halten (Radler hinter einem werden es dir danken) und über die Fußgängerinsel Richtung Natruper Straße zu fahren oder den Weg bergab über die Page zu wählen. Da graut es einem schon vor dem nächsten Arbeitsweg, der Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer stadteinwärts über den Fußweg zwischen Mülltonnen, Ausfahrten, Fußgängern und Anwohnern, die aus ihren Häusern auf den Weg treten, vorbeiführt. Mich wundert es wirklich, wie hier noch keine nennenswerten Unfälle passieren konnten. Aber statt sich für einen sicheren Radweg in oder aus der Stadt einzusetzen, fällt der Stadt derzeit nichts besseres ein, als Radler, die sich für die hier tatsächlich sicherere Straße entscheiden, auch noch ein Strafzettel drohen könnte. Und diese Situation wird sich voraussichtlich bis Herbst dieses Jahres nicht ändern. Herzlichen Glückwunsch, so gelingt die Verkehrswende auf jeden Fall!

Weder auf dem Hin- noch auf dem Rückweg dürfen Radler offiziell auf der Straße fahren. / Foto: Pohlmann

Weder auf dem Hin- noch auf dem Rückweg dürfen Radler offiziell auf der Straße fahren. / Foto: Pohlmann


[Gruß vom Herausgeber] Liebe Leserin, lieber Leser, schön, dass Sie es bis hier ganz unten geschafft haben. Ein paar Zeilen weiter finden Sie noch den obligatorischen Hinweis, dass gekennzeichnete Meinungsbeiträge stets ausschließlich die Meinung des Autors wiedergeben. Aber ich möchte diesem förmlichen Disclaimer noch etwas hinzufügen. Natürlich haben Sie, wie auch ich und jeder andere Leser, eine eigene Meinung. Vielleicht weicht Ihre Meinung fundamental von diesem oder einem anderen bei uns veröffentlichten Kommentar ab, vielleicht stimmen Sie aber auch vollkommen zu oder aber Ihre Meinung ist „irgendwo dazwischen“.
Vielleicht kann ein Kommentar in der Hasepost dabei helfen, neue Gedanken zu denken oder bestehende An- und Einsichten nochmals zu überdenken, dann haben wir und unsere Autoren etwas richtig gemacht und ganz generell zum Denken angeregt.

„Denken ist schwer, darum urteilen die meisten.“ (C. G Jung)
Bitte denken Sie mehr, Ihr Heiko Pohlmann.


Als Kommentar, Kolumne, Meinungsbeitrag oder Satire gekennzeichnete Beiträge geben stets ausschließlich die Meinung des jeweiligen Autors wieder, nicht die der gesamten Redaktion.

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Jasmin Schulte

Jasmin Schulte begann im März 2018 als Redakteurin für die Hasepost. Nach ihrem Studium der Germanistik und der Politikwissenschaft an der Universität Vechta absolvierte sie ein Volontariat bei der Hochschule Osnabrück. Weitere Stationen führten sie zu Tätigkeiten bei einer lokalen Werbeagentur und einem anderen Osnabrücker Verlag. Seit März 2022 ist Jasmin Schulte zurück bei der HASEPOST und leitet nun unsere Redaktion. Privat ist Jasmin Schulte als Übungsleiterin tätig, bloggt über Literatur und arbeitet an ihrem ersten eigenen Roman.

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