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Startseite AktuellKommentar: Da steht ein Elefant im Ratssitzungssaal, und der frisst Geld
AktuellKommentarMeinung & KolumneOsnabrück

Kommentar: Da steht ein Elefant im Ratssitzungssaal, und der frisst Geld

von Heiko Pohlmann 21. August 2024
von Heiko Pohlmann 21. August 2024
Elefant im Ratssitzungssaal / Foto: Pohlmann mit KI bearbeitet
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Es gibt afrikanische und asiatische Elefanten, und es gibt den Elefanten der Artenbezeichnung „Elephas theatrum zooensis vflosnabrueckensis“ – und ein solcher steht gerade im Osnabrücker Rathaus und der frisst Geld, wenn man ihn nicht stoppt.

Was tun? Die Bremer Brücke ist marode, das Theater schrammt weiterhin nur knapp an einer Schließung wegen latenter Mängel beim Brandschutz vorbei, und der Zoo, die eigentliche Heimat der Dickhäuter, braucht auch immer dringlicher Unterstützung aus der Stadtkasse.

Ein Kommentar von Heiko Pohlmann

Der Finanzausschuss hat in seiner Sitzung am Dienstag Klärungsbedarf angemeldet und zusätzliche Beratungszeit angefordert, bevor die Planungskosten für die Sanierung der Bremer Brücke in Höhe von knapp 7 Millionen Euro freigegeben werden können.
Sind die Planungskosten erst freigegeben, wird ein Automatismus in Gang gesetzt, an dessen Ende die Stadt nochmals knapp 70 Millionen Euro für den VfL investieren wird – aktueller Stand der Planung, mögliche Kostensteigerungen nicht einkalkuliert.

Noch teurer wird es bei der scheinbar dauerhaft – zugunsten des VfL – aus der öffentlichen Diskussion verschobenen aber dringend notwendigen Sanierung des Theaters. Wie mein Kollege Dominik Lapp Anfang der Woche in einem lesenswerten Kommentar schrieb, werden die Kosten dafür offiziell noch auf 80 Millionen Euro veranschlagt.
Dabei gilt es als sicher, dass die inzwischen gestiegenen Baukosten die Theatersanierung deutlich teurer machen werden. Dass die Stadt selbst lediglich ein Drittel der Kosten übernehmen wird, darf bezweifelt werden. Bislang ist noch nichts davon bekannt, dass Land, Bund, EU oder ein reicher Onkel aus Amerika sich an der Sanierung der städtischen Bühnen beteiligen werden.

Und dann ist da noch der Zoo – auf der Liste der finanziellen Sorgenkinder sicher der genügsamste Kandidat, mit aktuell „nur“ 500.000 Euro und in den kommenden Jahren jeweils 1,5 Millionen Euro Zuschussbedarf.

Doch was ist mit dem Neumarkt, der Altstadtsanierung, dem Wandel in der Arbeitswelt und im Einzelhandel? Warum glauben einige Kommunalpolitiker immer noch, dass die Welt ausgerechnet in Osnabrück gerettet werden kann, weswegen wir unsere Stadt innerhalb der kommenden 16 Jahre „klimaneutral“ machen sollen – deutlich vor den Zielterminen der Bundesrepublik (2045) und der EU (2050)? Diese Zieltermine könnten angesichts anstehender Verschiebungen des politischen Spektrums ohnehin zur Disposition stehen, es sei denn, es gelingt noch ein Durchbruch bei der Kernfusion oder es werden massiv neue Kernkraftwerke gebaut.

Wie auch immer: Die Zukunft wird nicht nur herausfordernd, sie wird auch teuer.

Liebe Kommunalpolitiker, fangt endlich an, offen, laut und vor allem auch kritisch über das Geld zu sprechen, dass der Elefant, der im Ratssitzungssaal steht, fressen will.

Ich hätte da übrigens noch eine Idee: Statt eines Elefanten wäre vielleicht ein Pudel oder ein Meerschweinchen ein recht umgängliches Haustier – und längst nicht so verfressen.
Dann müssten wir aber vielleicht auch die Standards senken.
Wo bleibt die Debatte darüber, ob wir wirklich ein zweitligataugliches Stadion brauchen?
Braucht es wirklich ein Mehrsparten-Theater in Niedersachsens viertgrößter Stadt?
Und statt einer neuen und teuren Elefantenanlage für pflegeintensive Dickhäuter wäre für Kinder ein historischer Bauernhof mit Schweinen und Kühen vielleicht sogar eine viel größere Attraktion im Zoo – und billiger.


[Gruß vom Herausgeber] Liebe Leserin, lieber Leser, schön, dass Sie es bis hier ganz unten geschafft haben. Ein paar Zeilen weiter finden Sie noch den obligatorischen Hinweis, dass gekennzeichnete Meinungsbeiträge stets ausschließlich die Meinung des Autors wiedergeben. Aber ich möchte diesem förmlichen Disclaimer noch etwas hinzufügen. Natürlich haben Sie, wie auch ich und jeder andere Leser, eine eigene Meinung. Vielleicht weicht Ihre Meinung fundamental von diesem oder einem anderen bei uns veröffentlichten Kommentar ab, vielleicht stimmen Sie aber auch vollkommen zu oder aber Ihre Meinung ist „irgendwo dazwischen“. Vielleicht kann ein Kommentar in der Hasepost dabei helfen, neue Gedanken zu denken oder bestehende An- und Einsichten nochmals zu überdenken, dann haben wir und unsere Autoren etwas richtig gemacht und ganz generell zum Denken angeregt.

„Denken ist schwer, darum urteilen die meisten.“ (C. G. Jung)
Bitte denken Sie mehr. Ihr Heiko Pohlmann


Als Kommentar, Kolumne, Meinungsbeitrag oder Satire gekennzeichnete Beiträge geben stets ausschließlich die Meinung des jeweiligen Autors wieder, nicht die der gesamten Redaktion.

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Heiko Pohlmann

Heiko Pohlmann gründete die HASEPOST 2014, basierend auf dem unter dem Titel "I-love-OS" seit 2011 erschienenen Tumbler-Blog. Die Ursprungsidee reicht auf das bereits 1996 gestartete Projekt "Loewenpudel.de" zurück. Direkte Durchwahl per Telefon: 0541/385984-11

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