# Klingbeil übernimmt Verantwortung für SPD-Wahlniederlage Datum: 27.06.2025 18:19 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://www.hasepost.de/klingbeil-uebernimmt-verantwortung-fuer-spd-wahlniederlage-608932/ --- SPD-Chef Lars Klingbeil hat auf dem Bundesparteitag der Sozialdemokraten seine Mitverantwortung für das schwache Abschneiden bei der Bundestagswahl eingeräumt. In seiner Bewerbungsrede für die Wiederwahl als Parteichef zeigte er sich selbstkritisch und betonte die Notwendigkeit eines Umbruchs innerhalb der Partei. Klingbeil sprach offen über Fehler der vergangenen Monate und verteidigte zugleich Entscheidungen nach dem Wahlergebnis. ## Selbstkritik nach Wahlniederlage Lars Klingbeil, SPD-Chef, stellte sich am Freitagnachmittag beim Bundesparteitag seiner Partei der Verantwortung für das schlechte Ergebnis bei der Bundestagswahl. „Ja, das waren harte Zeiten in den letzten Wochen für uns als Partei“, sagte er laut dpa in seiner Bewerbungsrede für seine Wiederwahl als Parteichef. Klingbeil berichtete weiter: „Ich habe das gespürt, als ich in der Partei unterwegs war. In Nordrhein-Westfalen, in Schleswig-Holstein, in Sachsen, in Brandenburg, auf dem Bezirksparteitag in Braunschweig, dem Landesparteitag in Niedersachsen, auf dem Küstencamp der Jusos – überall wurde leidenschaftlich miteinander diskutiert.“ Nach dem Ergebnis von 16,4 Prozent sei dies auch notwendig gewesen. ### Fehler eingestanden Über sich selbst sagte Lars Klingbeil, dass er in den letzten Monaten „Fehler gemacht“ habe. „Natürlich trage ich Verantwortung für 16,4 Prozent. Ohne Frage selbstkritisch muss man sagen, wir hätten viel früher und konsequenter die Signale sehen sollen – spätestens ab Ende 2023, als es wirtschaftlich bergab ging.“ Man habe viel zu spät reagiert. „Und ja, das werfe ich mir vor. Das ist meine persönliche Verantwortung und das will ich hier vorne auch ganz deutlich sagen“, erklärte Klingbeil laut dpa. ### Entscheidungen nach der Wahl Gleichzeitig verteidigte Lars Klingbeil laut dpa, dass er nach der Wahlschlappe auch nach dem Fraktionsvorsitz gegriffen hatte. „Es war ein harter Wahlabend. Die Notwendigkeit zur Veränderung unserer Partei und gleichzeitig mussten wir handlungsfähig sein“, sagte er. „Deswegen gab es die Entscheidung im Präsidium, den Fraktions- und Parteivorsitz in eine Hand zu legen, um auf Augenhöhe mit Friedrich Merz über eine Regierung verhandeln zu können.“ Er selbst habe damals zwei Möglichkeiten gehabt: „Entweder ich höre auf oder ich gehe voll in die Verantwortung für die SPD – kämpfen, verhandeln, einen Umbruch einleiten – und glaubt mir, das waren keine einfachen Stunden für mich, in denen ich Entscheidung treffen musste“, so Klingbeil laut dpa. Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, 27. Juni 2025 18:19. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück