Osnabrück Kirchengeschichte spielerisch erleben: Diözesanmuseum Osnabrück blickt mit Playmobil zurück

Kirchengeschichte spielerisch erleben: Diözesanmuseum Osnabrück blickt mit Playmobil zurück

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Im Diözesanmuseum können junge Besucher die Geschichte des Bistums Osnabrück ab morgen, den 10. März 2021, spielerisch erleben: Die Museumsmitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben die Vitrinen mit Playmobil-Figuren pädagogisch aufbereitet.

Zu seiner Wiederöffnung am morgigen Mittwoch (10. März) nimmt das Diözesanmuseum Osnabrück nach über viermonatiger Corona-Pause zunächst vor allem Familien und Kinder in den Blick: In einem kleinen Kraftakt hat Museumspädagogin Jessica Löscher etliche Vitrinen der Dauerausstellung mit Playmobil-Figuren bestückt, die dem museumsinteressierten Nachwuchs die ausgestellten Objekte und ihre geschichtliche Bedeutung spielerisch nahebringen sollen. Dabei konnte sie auf Ideen zurückgreifen, die sie bei einem ähnlichen Projekt schon einmal vor vier Jahren erprobt hatte.

Kurzfristig initiiert

„Vor allem Familien sind derzeit in besonderer Weise auf der Suche nach kindgerechten Angeboten, sodass wir mit der Playmobil-Ausstellung auf einen dringlichen gesellschaftlichen Bedarf reagieren“, begründet Museumsdirektor Dr. Hermann Queckenstedt den kurzfristig initiierten zusätzlichen Schwerpunkt des Hauses – nicht zuletzt mit Blick auf die Osterferien.

Zu Hause auf Besuch einstimmen

Ergänzt wird die Präsentation durch inzwischen drei sogenannte Stopp-Motion-Kurzfilme mit Playmobil-Figuren, bei denen diese jeweils geringfügig von Stefan Spitzer aus dem Pädagogikteam des Hauses bewegt und von Jessica Löscher fotografiert wurden. Anschließend montierte sie die einzelnen Bilder zu Filmen, mit denen sich die jungen Besucher schon zuhause über YouTube auf den Museumsbesuch einstimmen können. Zudem sind die bewegten Bilder dieser „Museum-to-Go“-Filmreihe mit Mobiltelefonen in der Ausstellung über QR-Codes abrufbar.

In liebevoller Detailarbeit und kleinen Schritten „drehen“ Stefan Spitzer (links) und Jessica Löscher aktuell ihren PLAYMOBIL-Film zur Sage vom Löwenpudel. / Foto: Hermann Pentermann, Diözesanmuseum Osnabrück.

Weitere Filme in Planung

In den kommenden Wochen werden Jessica Löscher und Stefan Spitzer weitere Filme „drehen“ und deren Kunststoffhelden in die Ausstellung integrieren. Dafür entwirft derzeit die Theatermalerin und Kunstgeschichts-Studentin Anna-Maria Wedlich die nötigen Kulissenlandschaften und -hintergründe.

Die Rückseiten von Exponaten

Parallel arbeitet die Kunsthistorikerin Karina Dänekamp daran, den Osnabrücker Domschatz im wahrsten Sinne des Wortes „auf links“ zu ziehen. Spätestens zur Karwoche sollen die kostbaren Stücke in der Domschatzkammer um 180 Grad gedreht werden, sodass die Besucher erstmals auch deren „Rückseiten“ in Augenschein nehmen können. Auch dieses Projekt soll durch digitale Zugänge zu den einzelnen Stücken im Internet flankiert werden. Schließlich wird das Haus seine „ein-bild-galerie“ im Schaufenster des Forums am Dom bis Ostern fortsetzen.

Osterbasteln mit Anmeldung

Ein coronagerechtes digitales „Oster-Basteln“ für Kinder bietet das Diözesanmuseum am Dienstag, 30. März, um 15 Uhr an. Wer Online mit Jessica Löscher ein Osterkörbchen basteln möchte, sollte sich bis zum 18. März anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos, und auch das Material wird samt einer Liste mit den erforderlichen Utensilien wie Schere oder Kleber gestellt. „Im Falle einer Überbuchung können wir weitere Termine organisieren“, hofft die Museumspädagogin auf rege Resonanz.

FFP2-Maskenpflicht im Museum

Wer das Diözesanmuseum in den nächsten Tagen besuchen möchte, sollte telefonisch unter der Nummer 0541-318481 montags bis freitags zu den üblichen Bürozeiten des Sekretariats einen Termin absprechen. Der Zutritt erfolgt dann über einen Nebeneingang, weil der Haupteingang durch das Forum am Dom bis auf weiteres geschlossen bleibt. Um einen bestmöglichen Schutz gegen Corona-Infektionen zu gewährleisten, schreibt das Haus FFP-2-Masken vor. Je nach Besucheraufkommen können Termine an den Wochenenden unter Telefon 0541-318485 auch mit der Museumsaufsicht vereinbart werden, die Interessenten dann gegebenenfalls zurückruft. Per E-Mail können Termine nur innerhalb der Woche unter museum@bistum-os.de angefragt werden.

Mit 11.000 Besuchern 2017 ein echter Museumsmagnet: Die PLAYMOBIL-Figuren in den Vitrinen begeisterten vor allem die jüngsten Museumsgäste. Mit der Restauflage des damaligen Begleitheftes können künftige Gäste ihren Ausstellungsbesuch vertiefen. / Foto: Angela von Brill, Diözesanmuseum Osnabrück



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