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Kirche mal anders: „durchkreuzer“ des Bistums Osnabrück fährt Festivals an

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„durchkreuzer“ parkt im Hof der Domschule. / Foto: Groenewold

Wie kann Kirche auch aussehen? Dieser Frage hat sich ein Projektteam von Studenten in Kooperation mit dem Bistum Osnabrück gestellt. Das Ergebnis ist ein mobiles Fahrzeug, der „durchkreuzer“, der in Zukunft auch auf Festivals und anderen Veranstaltungen stehen wird.

„Es gab vor einigen Jahren das Projekt „Kapelle aufmöbeln“ in Rulle. Dafür wurden um die 1.000 Jugendlichen befragt, wie sie sich die Kirche wünschen würden“, berichtet Nathalie Jelen, Projektleitung und Referentin des Bistums Osnabrück. „Wir sind dann auf die Idee gekommen, dass wir auch etwas Mobiles brauchen, was dahin fährt, wo die jungen Leute sind“. So wird der „durchkreuzer“ vor allem auf Festivals und Veranstaltungen zu finden sein. „Dort möchten wir mit Menschen ins Gespräch kommen. Es soll ein Ort der Ruhe sein, wo die Besucher einen Kaffee trinken und auch ihre Handys aufladen können.“

Das Fahrzeug ist ein Unikat

Der „durchkreuzer“ ist ein umgebauter Kleinbus, der seit Winter 2018 von Studierenden der Hochschule Düsseldorf in Kooperation mit dem Bistum Osnabrück geplant und gestaltet wurde. In Seminaren der Fachbereiche Architektur und Design wurden zunächst 13 Modelle entwickelt, nach und nach entstand dann der endgültige Wagen. Auch die komplette Innenausstattung, wie die Deckenleuchte in Form eines Kreuzes, kommen nicht von der Stange. „Entstanden ist ein offenes und modernes Fahrzeug, welches zeigt, dass Kirche nicht verstaubt und engstirnig gedacht werden muss“, erklärt Barbara Nick-Labatzki, Mitglied des Projektteams.

Schülervertretung der Domschule Osnabrück mit der Projektleiterin Nathalie Jelen. / Foto: Groenewold
Schülervertretung der Domschule Osnabrück mit Projektleiterin Nathalie Jelen. / Foto: Groenewold

Dass der Wagen ein Projekt der Kirche ist, steht dabei nicht im Vordergrund: „Wir sind zwar von der Kirche, aber wir müssen im Wagen nicht über Gott und Jesus sprechen“, so Jelen. „Wir möchten Begegnungen möglich machen. Meistens kommt man schon über das Fahrzeug ins Gespräch.“ Nick-Labatzki ergänzt: „Da nicht direkt ersichtlich ist, dass das Fahrzeug von der Kirche kommt, ist auch die Hemmschwelle niedrig. Im „durchkreuzer“ kann man sein, wie man ist.“

Festivals als Ziele geplant

Der erste Halt ist am 25. Mai auf dem Hunteburger Open Air geplant. Danach werden weitere Festivals und Veranstaltungen angesteuert, so unter anderem auch das „Hütte rockt“ in Georgsmarienhütte. In der Woche wird das Fahrzeug unter anderem auf Schulhöfen geparkt, sodass auch Schüler den Wagen nutzen können. „Auf den Erfahrungen mit dem „durchkreuzer“ werden wir sicher anknüpfen und aufbauen können, sodass sich das Projekt weiterentwickeln wird“, erläutert Jelen.

Wibke Groenewold
Wibke Groenewold ist seit dem Frühjahr 2022 im Team der Hasepost und unterstützt die Redaktion als Praktikantin.
 

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