# Kevin Kühnert rechnet mit dem Rentensystem für Politiker ab Datum: 01.02.2026 15:29 Kategorie: Video URL: https://www.hasepost.de/kevin-kuehnert-rechnet-mit-dem-rentensystem-fuer-politiker-ab-680798/ --- In der Online-Sendung „Berlin Sandmann“ kritisiert der ehemalige SPD-Generalsekretär seine künftige Altersentschädigung als „skandalös“ – und fordert grundlegende Änderungen. ## „Skandalös hoch“? Kevin Kühnert hat in der Online-Sendung „Berlin Sandmann“ das Versorgungssystem für ehemalige Abgeordnete scharf kritisiert. Er sagte, seine künftige Altersentschädigung für knapp vier Jahre Bundestagszugehörigkeit – rund 800 bis 900 Euro monatlich – sei „skandalös“. Im Vergleich dazu kämen normale Angestellte nach einer ähnlich langen Beschäftigungsdauer nur auf etwa 200 bis 300 Euro Rente. Kühnert betonte, das System sei „vollkommen ungerecht“. ## Ein System, das zum Nachdenken zwingt Die Altersentschädigung für Abgeordnete ist Teil der parlamentarischen Versorgungsregelungen in Deutschland. Während Abgeordnete im Bundestag während ihrer Amtszeit keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, erhalten sie im Alter diese Versorgungsleistungen als eine Art Ersatzleistung. Kühnert hält diese Konstruktion für überzogen, besonders im Vergleich zu normalen Erwerbstätigen. ## Mehr als nur Selbstkritik Kühnert nutzte seine Kritik nicht nur zur eigenen Abrechnung: Er sprach sich auch dafür aus, Beamte und andere Gruppen in das gesetzliche Rentensystem einzubeziehen, um mehr Gerechtigkeit zu schaffen. Der Ex-SPD-Politiker sitzt in einer Rentenkommission des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), die alternative Vorschläge erarbeiten will. ## Debatte über Rentenreformen schärft sich Die Rentenfrage ist in Deutschland ohnehin heftig umstritten, nicht nur wegen drohender Demografieeffekte, sondern auch wegen der unterschiedlichen Versorgungssysteme für verschiedene Berufsgruppen. Kühnerts öffentliche Kritik könnte der Debatte neuen Schwung verleihen – und der Frage, wie gerecht die Vorsorge für Politiker wirklich ist. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück