Seit Anfang des Monats müssen Kleintierbesitzer bei nächtlichen Notfällen weit fahren: Im Großraum Osnabrück gibt es nun keine Tierklinik mehr. 

Das Tierärztliche Zentrum Belm und das Tiergesundheitszentrum Grußendorf haben ihren Klinikstatus zurückgegeben. Dadurch ist nachts die Notfallversorgung von Kleintieren auf Klinikniveau im Großraum Osnabrück nicht mehr gewährleistet ist.
Ab sofort steht im Notfall nur noch der tierärztliche Notdienst zur Verfügung.

[Update 11:50 Uhr] Auf Hinweis eines Lesers ergänzen wir den Artikel: Im Landkreis Osnabrück gibt es, neben den unten aufgeführten Alternativen, auch noch die Tierklinik in Melle-Markendorf, die einen 24h Notdienst anbietet.

Aufgabe des Klinikstatus nach 38 Jahren

Auf der Homepage des Tiergesundheitszentrums Grußendorf ist keine Meldung zur Aufgabe des Klinikstatus zu finden.

Grußendorf Bramsche
Knapper Hinweis: Kein Notdienst mehr in Bramsche

Lediglich eine Notiz an der Eingangstür informiert darüber, dass das Zentrum keinen nächtlichen Notdienst mehr leistet.

Das Tierärztliche Zentrum Belm hatte den Klinikstatus 38 Jahre inne. Auf ihrem Webauftritt informierten sie am 01. August überraschend die „Patientenbesitzer“ über die Aufgabe des Klinikstatus „aus verschiedenen Gründen“. Laut eigener Aussage auf der Homepage würde sich dies nicht auf den Praxisalltag auswirken und auch an den tierärztlichen Wochenende-Notdiensten würde sich das Zentrum in Beim weiter beteiligen.

Lange Fahrt zur nächsten Tierklinik

In den Nachtstunden stehen den Besitzern von Kleintieren nun nur noch die tierärztliche Notversorgung und die umliegenden Kliniken in Ahlen, Bielefeld und Bersenbrück zur Verfügung. Dadurch steht jenen Besitzern, die ihre Kleintiere im Notfall auf Klinikniveau behandeln lassen wollen oder müssen, nachts eine lange Fahrt bevor.

Auf mehrfache Bitte um eine Stellungnahme zu der Rückgabe des Klinikstatus und den Gründen erhielt unsere Redaktion von beiden Zentren bis jetzt keine Rückmeldung.