Aktuell Kein Kupferdiebstahl am Osnabrücker Theater

Kein Kupferdiebstahl am Osnabrücker Theater

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Etwas mehr als eine halbe Million Euro haben die jüngsten Sanierungsarbeiten am Osnabrücker Stadttheater gekostet, und eigentlich sollte die Maßnahme mit der Entfernung der Gerüste vor knapp zwei Wochen schon beendet sein. Offenbar sind die Bauarbeiter aber an einem Torbogen nur „halb fertig“ geworden.
Das Diebe hier Arbeiten „rückgängig“ gemacht haben, schließt das Theater auf Nachfrage aus.

Unsere Leserin Mara S. (Name der Redaktion bekannt) staunte am Wochenende jedenfalls nicht schlecht, als sie über einem der Sandstein-Torbögen teilweise, in etwa zwei Meter Höhe, hochgebogene Kupferplatten entdeckte.
Dabei war nur ein Teil der sonst „verbördelten“ Kupferplatten deutlich hochgebogen, während die komplette rechte Hälfte über dem Torbogen recht ordentlich aussah. Sie informierte unsere Redaktion, wir fotografierten und fragten nach.

Theater Osnabrück: Dacharbeiten waren noch nicht abgeschlossen

Auf unsere Nachfrage erklärte Nora Vogt, Presseprecherin der Städtischen Bühnen, es handelte sich „nicht um einen Diebstahlversuch“, und weiter: „Die Arbeiten am Dach waren zu dem Zeitpunkt einfach noch nicht abgeschlossen“.
Ob es anlässlich der großen Menge des verbauten teuren Baustoffes besondere Maßnahmen gegen Kupferdiebe gäbe, konnte die Theatersprecherin nicht sagen, diese Frage wurde an den Bauherren, die Stadt Osnabrück, weitergeleitet und blieb bislang unbeantwortet.

Sanierung, Theater, Osnabrück

In Irland wurde bereits ein Kirchendach gestohlen

Das Kupferdiebstahl auch bei Gebäudedächern ein Problem sein kann, erfuhr die Kirchengemeinde der „Church of the Guardian Angels“ bereits vor ein paar Jahren. Es wurde zwar das Hauptdach des Gottes­hauses verschont, aber das deutlich leichter zu erreichende Dach eines direkt angren­zenden Bauteils fiel den Metalldieben zum Opfer.

Es geht auch diebstahlssicher und deutlich billiger

Um in Irland weiteren Diebstahl zu verhindern, wurde mit diebstahlssicheren Profilen aus einem weniger edlen Material gearbeitet und die kupferne Anmutung einfach per Kupferfarbe imitiert. Vorteil, so die Fachseite Baulinks.de:  „Die Dacheindeckung ist diebstahlsicher, die Kosten sind deutlich geringer als bei Kupferstehfalz und optisch ist der Unterschied kaum auszumachen.“
In Osnabrück hat man sich offenbar den Luxus des edlen aber bei Dieben begehrten Metalls gegönnt.

 

 



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Heiko Pohlmann
Heiko Pohlmann gründete die HASEPOST 2011 unter dem Titel "I-love-OS", die Ursprungsidee reicht aber auf das bereits 1996 gestartete Projekt "Loewenpudel.de" zurück. Direkte Durchwahl per Telefon: 0541/385984-11

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