Die Osnabrücker CDU setzt bei der Oberbürgermeisterwahl 2026 auf Kontinuität: Der Kreisvorstand hat Amtsinhaberin Katharina Pötter einstimmig für eine zweite Amtszeit nominiert. Die Christdemokraten sehen in ihr die richtige Persönlichkeit, um die Stadt in anspruchsvollen Zeiten weiter zu führen.
Die Amtsinhaberin wird am 13. September 2026 gegen Robert Alferink (SPD) und Prof. Dr. Thomas Groß (Die Linke) antreten. Offen ist bislang, ob und mit welcher Kandidatin oder welchem Kandidaten die Grünen in das Rennen um das Rathaus gehen. Eine Besonderheit der kommenden OB-Wahl: Die Amtszeit beträgt künftig wieder acht statt fünf Jahre. Pötter steht seit 2021 an der Spitze der Stadt.
CDU-Kreisvorstand stellt sich geschlossen hinter Pötter
In seiner Sitzung am Montag, 17. November 2025, hat der CDU-Kreisvorstand Osnabrück-Stadt Katharina Pötter ohne Gegenstimme für eine erneute Kandidatur als Oberbürgermeisterin aufgestellt.
Unter ihrer Verantwortung seien zentrale Weichen in der Stadtentwicklung gestellt worden, betont die Partei. Leuchtturmprojekte wie das Lok-Viertel und die Johannishöfe habe sie in kurzer Zeit entscheidend vorangebracht und zur Beschlussreife geführt.
Von Ganztagsbetreuung bis Radverkehr: Schwerpunkte der bisherigen Amtszeit
Auch in der Bildungs- und Betreuungspolitik verweist die CDU auf konkrete Ergebnisse. So wurde unter Pötter die Ganztagsbetreuung in allen Grundschulen flächendeckend eingeführt – und zwar weit vor dem bundesweiten Rechtsanspruch. Zudem wurde die praxisintegrierte Ausbildung (PiA) etabliert, die nach Darstellung der Partei die Situation in den Kitas der Stadt spürbar verbessert habe.
Im Bereich Mobilität steht Pötter nach CDU-Lesart für einen deutlich spürbaren Ausbau des Radverkehrs, zugleich aber für einen Weg des Ausgleichs, ohne den Autoverkehr auszugrenzen.
Mit der gemeinsamen Initiative von Stadt und Landkreis zur Gründung einer privaten Medizinischen Hochschule in Osnabrück habe sie außerdem ein Projekt angestoßen, das für die langfristige Gesundheitsversorgung der Region von herausragender Bedeutung sein werde.
Sicherheit, Digitalisierung und Glasfaser als weitere Themen
Beim Thema Sicherheit verweist die CDU auf einen Zehn-Punkte-Plan, der insbesondere im Umfeld der Johannisstraße für sichtbare Verbesserungen sorgen soll. Wichtige Impulse habe Pötter nach Darstellung des Kreisvorstands zudem bei der Digitalisierung der Verwaltung und beim flächendeckenden Glasfaserausbau gesetzt.
„Katharina Pötter hat Osnabrück in herausfordernden Zeiten mit Klarheit, Durchsetzungsstärke und Herz geführt“, erklärt CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Verena Kämmerling. „Sie steht für eine verlässliche und ergebnisorientierte Politik, die die Menschen in den Mittelpunkt stellt. Ihr gelingt es, unterschiedliche Positionen der Stadtpolitik zu guten Kompromissen zu bringen, immer unter der Prämisse, die Stadt Osnabrück bestmöglich aufzustellen. Der Kreisvorstand unterstützt ihre erneute Kandidatur daher voll und ganz.“
Pötter kündigt fairen und themenorientierten Wahlkampf an
Katharina Pötter bedankte sich für das Vertrauen und kündigte für 2026 einen fairen und themenorientierten Wahlkampf an. Angesichts der schwierigen Lage, in der sich das Land befinde, stehe auch Osnabrück nach ihren Worten an einem Punkt, an dem Vertrauen, Verlässlichkeit und Ausgleich wichtiger seien denn je.
„Mein Angebot an Osnabrück ist ein Miteinander, das pragmatische Lösungen vor Ideologien stellt. Osnabrück ist meine Heimatstadt, hier lebe ich mit meiner Familie. Ich möchte mich auch weiterhin für unsere Stadt und ihre Menschen einsetzen – mit klarem Blick für das Machbare, mit Entscheidungsfreude und im engen Austausch mit allen Bürgerinnen und Bürgern.“
Die endgültige Nominierung erfolgt auf einer Mitgliederversammlung der CDU Osnabrück-Stadt im Frühjahr 2026.