Osnabrück Kampagne „Kinder sind unschlagbar“ weist auf zentrale Notrufnummern hin

Kampagne „Kinder sind unschlagbar“ weist auf zentrale Notrufnummern hin

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Die Corona-Krise belastet viele Familien und stellt sie vor neue Herausforderungen. Um Familien mit ihren Kindern und Jugendlichen im Lockdown besser zu erreichen, führt der Fachbereich für Kinder, Jugendliche und Familien eine Kinderschutzkampagne durch mit dem Ziel, Eltern, Jugendliche und Kinder auf die zentralen Notdienstnummern hinzuweisen.

Die Corona-Krise belastet viele Familien. Das kann für die Kinder und Jugendliche schlimme Folgen haben wie Zwangsstörungen, Essstörungen oder Depressionen und auch eine Zunahme von Gewalt in Familien ist zu erwarten. „Familien sind in dieser Pandemie ganz besonderen Belastungen ausgesetzt“, erklärt Erster Stadtrat Wolfgang Beckermann im Rahmen eines Pressegesprächs am Mittwoch, dem 10. Februar 2021. Durch die Schließung von Kitas und Schulen sind Eltern zunehmend auch als Betreuerinnen, Betreuer, Lehrerinnen und Lehrer gefragt. „Umso schwieriger ist es, wenn die Umgebungsbedingungen ungünstig sind“, fügt Beckermann hinzu. Hinzu kommt die Isolation der Familien auf engem Raum. „Viele Kinder vermissen ihre Freunde, ihnen fehlt es an Forderung. Der Alltag wird langweiliger, Sportprogramme und andere Freizeitaktivitäten fallen weg“, so der Erste Stadtrat. Das Familienleben werde zunehmend zum Druckkessel. Es kommt zu Krisen und im schlimmsten Fall auch zu Gewalt. „Diese Sorge hat uns dazu bewegt, eine Informationskampagne zu starten“, erklärt Beckermann den Hintergrund der Aktion. Mit der Kampagne „Kinder sind unschlagbar“ möchte der Fachbereich für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Osnabrück auf zentrale Notrufnummern hinweisen.

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Dazu gehören:

  • der Kinder- und Jugendnotdienst, der rund um die Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen, erreichbar ist unter der Nummer 0541 – 27276
  • das bundesweite Kinder- und Jugendtelefon „Nummer gegen Kummer“ (Telefonnummer 116111), das auch per Mail oder Chat zu erreichen nummergegenkummer.de ist sowie
  • die Telefonnummern des Fachdienstes Familie – Sozialer Dienst in den vier Regionaldiensten.

Familien beraten und unterstützen

Der Kinder- und Jugendnotdienst bei Krisen in Familien ist rund um die Uhr zu erreichen. „Das Jugendamt möchte präventiv da sein. Unser Schwerpunkt ist, dass wir miteinander ins Gespräch gehen, um Familien zu beraten und zu unterstützen. Wir sind eine Verantwortungsgemeinschaft. Wir sind die, an die man sich wenden soll und darf“ so Kerstin Schlüter, Leiterin des Fachbereichs Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Osnabrück. Wolfgang Ruthemeier, Fachdienstleiter Familie Sozialer Dienst, sieht den Schutz von Kindern und Jugendlichen als Gemeinschaftsaufgabe: „Da müssen sich alle in dieser Gesellschaft drum kümmern. In Osnabrück gibt es ein umfangreiches Netz an Jugendhilfe, beispielsweise das Kinderschutzzentrum des Kinderschutzbundes und noch viele weitere.“ Eine anonyme Beratung in ebenso möglich.

Über den Kinder- und Jugendnotdienst

Der Kinder- und Jugendnotdienst ist für Jugendliche, Kinder, Eltern und jeden, der sich Sorgen um ein Kind oder einen Jugendlichen, da. Der erste Schritt ist eine telefonische Beratung, in der geklärt werden soll, wie man die Situation in der Familie vor Ort behandeln kann. Dadurch bietet der Notdienst sofortige Unterstützung. Im zweiten Schritt, falls die telefonische Beratung nicht ausreicht, fahren Mitarbeitende vor Ort in die Familien, um sich ein klares Bild über das Wohlergehen des Kindes machen zu können. In den vergangenen Jahren hat der Notdienst circa 360 – 400 Anrufe im Jahr erhalten.

Auf zentrale Notrufnummern hinweisen

„Zu viel bleibt im Verborgenen“ so Beckermann, „wir wollen darauf hinweisen, dass es diese Möglichkeiten der Unterstützung gibt.“ Schlüter ergänzt: „Derzeit sind die Türen zu und viele Familien sind unter sich. Not fällt nicht so stark auf.“ Das Plakat zu der Informationskampagne ist an über 60 Standorten in Osnabrück angebracht. „Die Flyer werden unter anderem an Kinderärzte, Apotheken, Jugendzentren und Kitas verteilt – überall da wo sich Familien, Kinder und Jugendliche aufhalten. Dadurch möchten wir die Ansprache vergrößern“, erklärt Rita Alte-Bornholt, Fachdienst Kinderschutzkoordination/ Frühe Hilfen. In Kooperation mit der Landesschulbehörde wird dieser Flyer zudem auf die Server beziehungsweise die Homepages der Schulen in Osnabrück allen Kindern und Jugendlichen zugänglich gemacht.

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