Landkreis Osnabrück Jusos fordern Stolpersteine zum Gedenken an jüdische Familien aus...

Jusos fordern Stolpersteine zum Gedenken an jüdische Familien aus Bramsche

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Stolpersteine werden verlegt (Symbolbild)

Die Juso-Arbeitsgemeinschaft Bramsche setzt sich dafür ein, die Einrichtung von Stolpersteinen zum Gedenken an die Flucht der jüdischen Familie Voss 1937 in der Nähe ihres damaligen Wohnorts in Bramsche zu ermöglichen.

Stolpersteine sind kleine Gedenktafeln, geschaffen vom Künstler Gunter Deming, die zur Erinnerung an die Opfer der Nationalsozialisten auf dem Grund oder in die Nähe des letzten freiwillig gewählten Wohnortes verlegt werden. „Wir teilen die Meinung des Künstlers Gunter Deming, dass ein Mensch erst vergessen ist, wenn sein Name vergessen ist.“, führt Benjamin Weinert, Vorsitzender der Jusos in Bramsche aus. Mit der Verlegung der Stolpersteine soll gezeigt werden, dass wir als Bramscher die vielen unterschiedlichen und leidvollen Schicksale unser Mitbürger zur Zeit des Nationalsozialismus nicht vergessen haben, sondern uns mit Demut an sie erinnern, so die Jusos.

Kontakt zur Familie Voss

Man habe sich in den letzten Monaten innerhalb der Arbeitsgemeinschaft intensiv mit der Flucht jüdischer Familien aus Bramsche zur Zeit des Nationalsozialismus auseinandergesetzt, so die Jusos weiter. „Wir konnten so über mehrere Ecken Kontakt mit Familie Voss in Argentinien aufnehmen. Ingeborg Voss, selbst noch in Bramsche geboren, und ihre Nachfahren unterstützen die Initiative zur Erinnerung an ihre Flucht 1937 vor den zunehmenden Repressalien und den immer bedrohlicher werdenden gesellschaftlichen Klimas in Bramsche.“, führt Arne Wegner weiter aus. Familie Voss sieht es dabei als besonderes Zeichen, dass gerade junge Menschen sich auch nach so langer Zeit mit diesen Themen auseinandersetzen und sich für die Errichtung von Stolpersteinen in Bramsche einsetzen.

Zeichen gegen Antisemitismus

Leider ist Antisemitismus in einigen Teilen der Gesellschaft in Deutschland weiterhin verwurzelt ist und unsere jüdischen Mitbürger werden Hass und Hetze ausgesetzt, so die Jusos weiter. „Wir hoffen daher, dass wir die Einrichtung von Stolpersteinen überparteilich voranbringen können, um so auch gemeinsam ein kleines Zeichen hier in Bramsche zu setzen“, wirbt Benjamin Weinert für eine parteiübergreifende Zusammenarbeit zwischen allen demokratischen Parteien in Bramsche.



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