Landkreis Osnabrück Junge Union Osnabrück-Land kritisiert Verschiebung des CDU-Parteitages

Junge Union Osnabrück-Land kritisiert Verschiebung des CDU-Parteitages

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Die Junge Union Osnabrück-Land kritisiert die Entscheidung, den CDU-Bundesparteitag zu verschieben. Judith Hörning und Frederik Gohmann, beide Delegierte beziehungsweise Ersatzdelegierte beim Bundesparteitag der CDU, reagierten mit Unverständnis auf die Verschiebung.

Die Entscheidung, keinen Präsenzparteitag mit über 1000 Personen aus der ganzen Bundesrepublik in Deutschland durchzuführen, begrüßen beide. Gleichermaßen zeigen sich Hörning und Gohmann allerdings enttäuscht, dass das Präsidium eher einer Verschiebung zugestimmt hat, statt einen innovativen Weg zu wählen.

Digitale Durchführung?

„Die Junge Union (JU) hat vorgemacht, wie es digital gehen kann. Wieso soll die CDU Deutschlands das nicht schaffen?“, sagt Judith Hörning, Kreisvorsitzende der JU Osnabrück-Land. Der JU-Bundesverband führe seinen Parteitag vollständig digital durch. Die JU Osnabrück-Emsland habe vor rund einer Woche ihren Vorstand digital gewählt. Und die CDU in Niedersachsen führe ihren Wahlparteitag als Hybrid-Veranstaltung, teils dezentral und in Präsenz und, teils digital durch. Warum die Parteizentrale in Berlin diese Formate nicht in Erwägung gezogen hat, erschließe sich Hörning nicht.

Partei brauche Klarheit

Gohmann wird noch deutlicher: „Die CDU hat die Chance verpasst zu zeigen: Wir können auch modern und flexibel.“ Aus seiner Sicht sei die Hängepartie zur Wahl eines neuen Vorsitzenden der größten Volkspartei Deutschlands unwürdig. „Was die Partei gebraucht hätte, ist Klarheit. Was sie bekommen hat, ist eine unverständliche Vertagung dieser wichtigen Frage. Die CDU-Basis erwartet eine Entscheidung.“, so Gohmann weiter, der auch Mitgliederbeauftragter der CDU Osnabrück-Land ist. Aber auch die Bürger würden erwarten, dass man sich langsam wieder um inhaltliche Themen kümmere und sich nicht monatelang mit dieser Personalfrage herumschlage.

Kanzlerfrage

Armin Laschet habe vor einigen Monaten noch verkündet, die Partei sei rechtlich gezwungen, einen Parteitag bis zum Jahresende durchzuführen. Jetzt habe er eine unverständliche 180 Grad Drehung hingelegt und behaupte das genaue Gegenteil. „Die Partei braucht einen legitimierten und gewählten Vorstand“, so Gohmann, „auch mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl und die zu klärende Kanzlerfrage würde eine Entscheidung noch in diesem Jahr besser sein.“

Präsenzparteitag im Frühjahr?

„Viele Bereiche unseres täglichen Lebens wurden mit Videokonferenzen digitalisiert. Es waren mehrere Monate Zeit ein solches digitales Verfahren vorzubereiten“, gibt Hörning zu bedenken. Es wäre ein gutes Zeichen gewesen, wenn die Partei auch hier vorangegangen wäre. Allerdings sei es überhaupt nicht abzusehen, dass ein Präsenzparteitag im Frühjahr nächsten Jahres möglich sein könnte. „Die Frage, was sich zwischen Anfang Dezember und Anfang Januar geändert haben sollte, kann die Parteiführung wohl nicht beantworten.“, so Hörning abschließend.

Verschwörung gegen Friedrich Merz?

Eine Verschwörung gegen den Kandidaten Merz halten beide für abwegig. „Wer die Wahl im Dezember gewinnt, gewinnt die Wahl wohl auch im Frühjahr 2021“, sind sich beide einig.


PM
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