In einer Pressemitteilung äußert sich die Junge Union Osnabrück zu den „Friday for future“-Demonstrationen am vergangenen Freitag. „Nicht das Auflisten der Probleme und die Stimme gegen die Politik zu erheben wird den Klimawandel verhindern, sondern das Suchen nach Lösungen!“, betont die Junge Union.

„Aktionen für Aufmerksamkeit für den Klimaschutz und ein Wachrütteln der Politik ist grundsätzlich richtig und notwendig. Dennoch gibt es keine dauerhafte Rechtfertigung für das Versäumen von Unterricht“, erklärt Christopher Peiler, Vorsitzender der JU Osnabrück.

„Seit bereits einiger Zeit findet die Demonstrationsaktion von Kindern und Jugendlichen an Freitagen während der Schulzeit auch Zuspruch durch Politiker. Dem Aktionismus zu trotz, wird aber gerne übersehen, dass dies zulasten der Schulpflicht geschieht. Ein Verstoß gegen diese Pflicht bedeutet aus rechtlicher Sicht nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern kann auch mit Jugendarrest geahndet werden“, äußert die Junge Union Osnabrück.

Besser Bäume pflanzen als protestieren

„Politisches Engagement und das Problembewusstsein für die kommenden Herausforderungen sind auf unvergleichliche Weise lobenswert. Eine derartige Bündelung von Kräften der nächsten Generation kann unerwartete Auswirkungen haben. Dennoch sind diese Kräfte wirkungslos, wenn sich die eigene Einstellung nicht ändert“, so Wiebke Krone, Pressesprecherin der Jungen Union.

„Auszumalen wäre es, wie wirkungsvoll und effektiv Initiativen sein könnten, die direkte Ausprägungen zur Folge hätten, wie das Pflanzen von Bäumen oder Beseitigen von Müll, um nur einige Beispiele zu nennen. Es gilt nicht nur der Politik die Lösung für das Problem des Klimawandels abzuverlangen, sondern ebenfalls das eigene Bewusstsein umzustrukturieren. Die nächste Generation kann viel bewirken, so wäre beispielsweise ein Verzicht von jungen Leuten auf „To-Go“ Artikel oder sogenannte „Fast-Fashion“ ein klares Zeichen mit direkter Auswirkung“, erklärt die Junge Union Osnabrück.

Kritik an Schulschwänzern

„In anderen Ländern ist es geradezu ein Privileg die Schule besuchen zu dürfen. Durch solche Aktionen, die mit dauerhaftem „Schule schwänzen“ einhergehen, werden falsche Signale ausgesendet. Wie gut gemeint die Absicht auch ist, haben auch Aktivisten sich an die bestehende Ordnung zu halten. Eine Rechtfertigung gibt es einfach nicht. Die Schulverweigerer müssen ebenso mit den Konsequenzen leben, wie solche, die aus anderen Gründen die Schule versäumen. Auch nach Schulschluss könnten die Schülerinnen und Schüler demonstrieren“, führen Peiler und Krone aus.