Die Verdienste von Bundeskanzler Helmut Kohl für ein friedliches Zusammenleben in Europa und die Einheit Deutschlands sind immens. Als Europäer und Deutsche haben wir Helmut Kohl viel zu verdanken. Insbesondere die Friedensstadt Osnabrück sollte daher ein Zeichen setzen und einen zentralen Platz im Innenstadtbereich nach ihm benennen.

Der Berliner Platz ist dafür ausgesprochen gut geeignet“, so Christopher Peiler, Vorsitzender der Jungen Union Osnabrück. Aus Sicht der Jungen Union ist bei allem Respekt die Kritik der 21 von 25 Anwohnern zur Umbenennung des Platzes zu vernachlässigen. Bei Umbenennungen von Straßen und Plätzen kommt es verständlicherweise immer zu Kritik durch Anwohner. In diesem Fall betrifft es aber insgesamt „nur“ 25 Personen in einem Wohnhaus.

Organisatorische Probleme ernst nehmen

Dennoch sollten die Äußerungen der Menschen, im Hinblick auf die organisatorischen Probleme einer Umbenennung, ernst genommen werden. Eine Möglichkeit wäre, dass die Stadt Osnabrück serviceorientiert auf die Anwohner zugeht und beispielsweise eine postalische Ummeldung finanziell und organisatorisch vereinfacht. Der Rat der Stadt Osnabrück sollte unbedingt den Berliner Platz zum Helmut-Kohl-Platz umbenennen und damit das Andenken an einen großen Europäer honorieren. „Aber: Bei allem Verständnis für die Kritik an Helmut Kohl in Bezug auf die Spendenaffäre. Der Bundeskanzler hat in einer historischen Stunde die richtigen Schritte und Maßnahmen getätigt, um friedlich die Wiedervereinigung zu ermöglichen. Bei Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) gibt es sicher auch einige Anwohner am Willy-Brandt-Platz, die sich mit ihm nicht identifizieren können. Aber auch dieser hat für Deutschland und das Zusammenleben in Europa, insbesondere mit den Polen, großes geleistet. Es geht bei solchen Benennungen also nicht um Einzelmeinungen von Anwohnern, sondern ausschließlich um die Ehrung des positiven geschichtlichen Erbes solcher herausragenden Persönlichkeiten“, so Christopher Peiler abschließend.

Foto: Jk spkos, CC BY-SA 3.0