Die Jugendherberge Osnabrück wird zurzeit umfangreich umgebaut, renoviert und mit neuen Möbeln ausgestattet. Die Neueröffnung ist für April geplant:  Thematisiert werden in der Jugendherberge nahezu alle Facetten der Digitalisierung – in einem deutschlandweit einzigarten Konzept.

In der Jugendherberge Osnabrück werden ab 2019 nicht nur die Klassenfahrten digital – sondern auch ein Teil des Hauses, das aktuell umfangreich umgebaut und modernisiert wird. Der Landesverband Unterweser-Ems des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) investiert derzeit rund 1,8 Millionen Euro in die Modernisierung und Neuausrichtung der Jugendherberge.

30 Zimmer mit Dusche und WC

Insgesamt verfügt die Jugendherberge Osnabrück nach dem Umbau über 45 Zimmer, davon erhalten 30 ein eigenes Bad. Die Gesamtbettenzahl erhöht sich von 152 auf 175. Die Rezeption wird verlegt und komplett neu designt. Auch der Speisesaal wird umgestaltet und neu möbliert. Neun Tagungsräume mit moderner Tagungstechnik stehen zur Verfügung – davon sind zwei als ein Raum zusammenlegbar mit 109 Quadratmeter nutzbar.

„Die Neugestaltung der Jugendherberge nutzen wir auch hier, um ein innovatives Konzept im Sinne der Kinder- und Jugendhilfe umzusetzen“, berichtet Thorsten Richter, Geschäftsführer im Deutschen Jugendherbergswerk, Landesverband Unterweser-Ems e.V.. Dabei wird das Thema nicht nur im Schulklassenbereich thematisch abgebildet, sondern auch bei den Kinder- und Jugendfreizeiten sowie bei den Familienreisen.“

Cybermobbing oder Video-Produktion

Inn Osnabrück werden ab 2019 in fünf verschiedenen Klassenfahrts-Programmen auf spannende Art und Weise die Chancen und Risiken der Digitalisierung thematisiert. „Es geht um Themen wie Medienkritik, Cybermobbing und andere Gefahren, die im Netz und in Apps lauern. „Mindestens genauso wichtig ist es uns aber, die kreativen Möglichkeiten und Zukunftschancen der digitalen Welt erlebbar zu machen, etwa das Programmieren oder die Produktion von eigenen Videos und Filmen“, erklärt Hausleiterin Jutta Wagner das Konzept.

Die analoge Welt hat dabei übrigens weiterhin ihren Platz: Als bewusster Kontrast werden alle Programme mit erlebnispädagogischen Programmen und „echten“ Erlebnissen im Team gekoppelt. „Als Programmpartner konnten wir das Team von „Helden – Verein für Nachhaltige Bildung und Persönlichkeitsentwicklung e.V.“ gewinnen,“ erläutert Jutta Wagner. „Das ist ein großer Gewinn für unsere Programmvielfalt“, so die Hausleiterin weiter.

Makerspace: Der Hobbykeller des digitalen Zeitalters

Doch nicht nur die Klassenfahrten sind neu in Osnabrück. Auch baulich wird das neue programmatische Profil umgesetzt: Herzstück der ersten Jugendherberge Deutschlands mit digitaler Ausrichtung wird der Makerspace – sozusagen der Hobbykeller des digitalen Zeitalters. Dabei handelt es sich um offene Räume, in denen sich Ideen und Projekte der Klassenfahrts-Programme umsetzen lassen. Es entstehen zunächst drei größere Arbeitsbereiche mit der entsprechenden Infrastruktur: Eine Kreativwerkstatt zum Beispiel mit 3D-Druckern und Lötkolben, ein Social Media Lab sowie eine Games-Werkstatt und damit ein einmaliges digitales Experimentierfeld.

Projekte von bundesweiter Bedeutung

Der Umbau und die Neuausrichtung der Jugendherberge Osnabrück werden über das Land Niedersachsen und den Kinder- und Jugendplan des Bundes gefördert. Dieser unterstützt Projekte freier Träger, die von bundesweiter Bedeutung sind und neue Wege in der Kinder- und Jugendhilfe beschreiten.

Die Neueröffnung der derzeit geschlossenen Jugendherberge Osnabrück ist für April 2019 geplant. Die Klassenfahrten sind aber jetzt schon buchbar. „Wir merken schon jetzt, dass unser neues Profil, eine erhöhte Nachfrage generiert,“ freut sich Hausleiterin Jutta Wagner über den guten Buchungsstand.

Weitere Infos und Buchung: www.osnabrueck.jugendherberge.de