Deutschland & die WeltJU-Chef verteidigt Zustimmung zur Frauenquote

JU-Chef verteidigt Zustimmung zur Frauenquote

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Foto: Tilman Kuban, über dts

Berlin (dts) – Die Junge Union hat ihre Zustimmung zu einer Frauenquote in der CDU als Kompromiss verteidigt. „Die Junge Union hat sich kompromissbereit gezeigt, um eine Lösung zu finden“, sagte der JU-Vorsitzende Tilman Kuban dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben). Er sei überzeugt, „dass es besser ist, konstruktiv mitzugestalten als sich durch eine pauschale Ablehnung ins Abseits zu stellen“.

Es gebe keine generelle Quote für alle Vorstandsposten. „Wir greifen nicht in die Kandidatenaufstellung für Parlamente, Bürgermeister und Landräte ein und die junge Generation muss zwingend Teil der Parteispitze sein.“ Die Junge Union habe durchgesetzt, „dass es künftig in allen CDU-Vorständen ab der Kreisverbandsebene einen Jugendstellvertreter geben wird“. Zudem stehe es allen Vereinigungen, also etwa der Mittelstandsunion (MIT), frei, ob sie die Quotenregelungen anwenden wollten. Ziel sei es, mehr Frauen für die CDU zu begeistern. Die Quote sei aber gleichwohl „kein Allheilmittel“. Kuban machte deutlich, dass er noch Auseinandersetzung über die Einführung der Frauenquote erwartet. „Bis zum Parteitag im Dezember wird in Bezug auf den Kompromiss noch viel Überzeugungsarbeit nötig sein“, so Kuban. „Ich werde dafür werben, weiß aber auch, dass es in der Jungen Union starke Stimmen gegen den Kompromiss gibt.“ Und weiter: „Volksparteien zeichnet aus, dass sie unterschiedliche Interessen zusammenführen und Kompromisse finden.“ Dies sei nach langen und intensiven Verhandlungen gelungen. „Wir haben dabei alle in dem Geiste, das Beste für die CDU zu erreichen, diskutiert.“ Die Satzungskommission der CDU hatte sich in der Nacht zum Mittwoch nach stundenlangen Verhandlungen dafür ausgesprochen, eine Frauenquote für Vorstandsposten und für Delegiertenwahlen einzuführen. Bei der Aufstellung von Wahllisten wird eine Quote als Möglichkeit genannt.

dts Nachrichtenagentur
Ein Artikel der Nachrichtenagentur dts.

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