# Ischinger verteidigt AfD-Einladung zur Münchner Sicherheitskonferenz 2026 Datum: 01.01.2026 12:51 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://www.hasepost.de/ischinger-verteidigt-afd-einladung-zur-muenchner-sicherheitskonferenz-2026-671502/ --- Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat die Entscheidung verteidigt, AfD-Politiker zur Konferenz 2026 einzuladen. Er warnte zugleich vor einer Opferinszenierung der Partei und betonte den Dialogcharakter des internationalen Forums. Auftritte von AfD-Vertretern auf den Podien seien jedoch nicht geplant. ## Ischinger verteidigt Einladungspolitik Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, hat die Einladung von AfD-Politikern zur Konferenz 2026 begründet. „Hätten wir anders entschieden, würde die AfD sich als Opfer inszenieren“, sagte Ischinger dem Nachrichtenportal T-Online. Die Sicherheitskonferenz sei das weltweit wichtigste internationale Dialogforum, erklärte Ischinger. „Wir bilden stets auch konträre internationale Positionen in einem möglichst breiten Spektrum ab“, so Ischinger weiter gegenüber T-Online. ### „DNA der Sicherheitskonferenz“ Ischinger verwies auf das Selbstverständnis der Veranstaltung als Ort des Austauschs auch zwischen Konfliktparteien. „Wir bringen Konfliktgegner, manchmal sogar Feinde, in München zusammen, um Lösungen auszuloten. Denken Sie an Beispiele wie Serbien/Kosovo, Aserbaidschan/Armenien oder an Israel/Saudi-Arabien. Das ist die DNA der Sicherheitskonferenz“, sagte der frühere Spitzendiplomat laut T-Online. Zur politischen Auseinandersetzung mit der AfD äußerte sich Ischinger mit Blick auf die übrigen Parteien. „Dass sich die Verhältnisse ändern werden, sodass die AfD irgendwann nicht mehr im Bundestag vertreten wäre – dafür müssen die anderen Parteien sorgen. Sie müssen die AfD inhaltlich und politisch stellen“, sagte er T-Online. ### Kritik an AfD-Positionen, keine Bühne auf Podien Die sicherheitspolitischen Positionen der AfD bezeichnete Ischinger in dem Gespräch als „völlig falsch“ und als widersprüchlich zu deutschen Interessen. Zugleich grenzte er die Rolle der Sicherheitskonferenz in dieser Auseinandersetzung ab: „Die Einladungspolitik einer privaten Organisation ist aber nicht das geeignete Mittel für diese Auseinandersetzung.“ Zur konkreten Rolle von AfD-Vertretern bei der Konferenz 2026 stellte Ischinger klar, dass mit Auftritten auf den Podien nicht zu rechnen sei. Auftritte von AfD-Politikern auf den Bühnen der Sicherheitskonferenz seien „im Übrigen nicht vorgesehen“, so Ischinger gegenüber T-Online. Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, 1. Januar 2026 12:51. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück