Osnabrück Internationale Wochen gegen Rassismus in Osnabrück

Internationale Wochen gegen Rassismus in Osnabrück

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Unter dem Motto „Solidarität. Grenzenlos“ finden auch in Osnabrück die bundesweiten Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Die Friedensstadt beteiligt sich in Kooperation mit verschiedenen Vereinen und Initiativen, Gewerkschaften, religiösen Einrichtungen, Verbänden und Einzelpersonen vom 15. bis 28. März mit vielfältigen Veranstaltungen und setzt dadurch ein Zeichen gegen Rassismus.

Besonders in diesem Jahr verdeutlichen die über 20 verschiedenen Veranstaltungsangebote, die von Workshops, Vorträgen, Diskussionsrunden, Lesungen und Filmvorführungen bis hin zu Führungen und einer digitalen Chorprobe reichen, dass es mit vereinten Kräften und Zusammenhalt auch unter erschwerten Bedingungen wichtig und möglich ist, das zivilgesellschaftliche Engagement gegen Rassismus zu fördern, zu stärken und nachhaltiger zu machen. Während des vierzehntägigen Zeitraums begleitet das Filmfest die Internationalen Wochen parallel mit dem politischen Kino, und der GEW Kreisverband Osnabrück-Stadt bietet ebenso parallel einen Blog zum Thema „Rassismus hat viele Gesichter“ an.

Unterschiede respektieren

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Diverse Angebote und Workshops setzen sich mit dem Thema „Rassismus“ auseinander, zum Beispiel die Aktion „Ohren und Augen auf gegen Rassismus“ des Mädchenzentrums Osnabrück. Mit Digitalkameras und Smartphones ausgerüstet, wird sich medial, kreativ und aktiv mit dem Thema „Rassismus“ beschäftigt. Die Domschule Osnabrück möchte als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ gemeinsam mit Besucherinnen und Besuchern mit der Aktion „My step to one world“ auf eine Welt zusteuern, in der kulturelle und religiöse Unterschiede respektiert werden.

Von Alltagsrassismus bis zu den „Codes der Rechten“

Zu den Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen zählt das Gespräch über die europäische Asyl- und Migrationspolitik, das vom Caritasverband für die Diözese Osnabrück e. V. gemeinsam mit dem pax christi-Regionalverband Osnabrück/Hamburg angeboten wird. Auf Einladung der AG für politische Bildung im Bistum Osnabrück stellt die Publizistin Liane Bednarz in einem Vortrag die Netzwerke der rechten Christen vor. Eine weitere Möglichkeit für Diskussion und Austausch bietet das Café Mandela zum Thema „Diskriminierungen in der individuellen Alltagssprache“ an. Ähnlich ist auch der Online-Workshop der Christliche Arbeiterjugend Osnabrück, bei dem über versteckte diskriminierende Sprachmuster diskutiert wird. Bei der Podiumsdiskussion der Bahá’i-Gemeinde Osnabrück „Hürden überwinden – Zusammenkommen!“ findet ein Austausch mit Vertretern aus Sport, Kultur, Politik, Religion und Bildung über ihre Erfahrungen mit Rassismus und praktische Ansätze der Begegnung von Rassismus statt. „Zur Schau getragen“ ist der Titel einer Vortragsveranstaltung, die der Exil-Verein in dieser Reihe anbietet. Er klärt über Symbole, Codes und Marken der extremen Rechten auf.

Programm auch für kleinere Bürger

Im Bereich der Literatur bieten die Internationalen Wochen gegen Rassismus eine Lesung mit der Osnabrücker Autorin Maria Braig aus ihrem Buch „Die Asylentscheiderin“ sowie eine Literaturnacht mit arabisch- und deutschsprachigen Gedichten und Geschichten des Vereins Deutsch-Syrischer Austausch. Ergänzt wird das literarische Programm durch eine Matinee des Exil-Vereins, in der Geflüchteten, Studierenden aus verschiedenen Ländern, Migranten und Migrantinnen und Deutsche mit und ohne Zuwanderungsgeschichte lesen werden. Ein besonderer Märchennachmittag an der Nackten Mühle bietet Kindern und Familien Geschichten von kleinen Helden und Heldinnen aus aller Welt.

Das koloniale Erbe von Osnabrück

Der Film „Der zweite Anschlag“, der die Kontinuität rassistisch motivierter Gewalt in Deutschland mit Hilfe dokumentarischer Zeitzeugen-Interviews thematisiert, wird vom Verein Exil präsentiert. Ein Filmgespräch ergänzt dieses Angebot. Da das gemeinsame Singen und Proben derzeit nicht möglich ist, lädt die Musikschule zu einer öffentlichen Probe des Chorprojekts „Revolutzajams“ ein, bei dem Friedens- und Freiheitslieder eingeübt werden. Der Stadtrundgang „Osnabrück postkolonial – eine Spurensuche“ mit Dr. Thorsten Heese beleuchtet das koloniale Erbe der Stadt Osnabrück.

Kurufristige Änderungen möglich

Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten beachten, sich rechtzeitig über das Format der Angebote zu informieren und bei den Veranstaltern anzumelden. Aufgrund der Corona-Pandemie kann es kurzfristig zu Änderungen im Programm kommen. Weitere Informationen und das gesamte stets aktualisierte Programm sind ab Mitte Februar auf www.osnabrueck.de/friedenskultur zum Download zu finden. Rückfragen an das Büro für Friedenskultur sind unter Telefon 0541/323 3210 (Katharina Opladen) oder unter der E-Mail-Adresse friedenskultur@osnabrueck.de möglich.

Symbolfoto: Demonstration gegen Rassismus.

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PM
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