Wie am Montag, 30. April, bekannt wurde, hat ein Mann am Samstagnachmittag einem elfjährigen Mädchen in Osnabrück das Kopftuch vom Kopf gerissen, während es an einer Bushaltestelle wartete. Der Vorfall soll sich ersten Angaben zufolge bei den Ausschreitungen um das DrittligaFußballspiel zwischen dem VfL Osnabrück und dem FC Carl Zeiss Jena ereignet haben.

Unabhängig von diversen Auseinandersetzungen vermeintlicher Fußballfans ist dieser Vorfall auf das Schärfste zu verurteilen, da sind sich die Integrations- und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Osnabrück einig. „Religionsfreiheit ist in unserem Land ein Grundrecht und von der Verfassung geschützt. Zudem sollten Vielfalt und Toleranz die Werte sein, die unsere Gesellschaft prägen“, sagt Seda Rass-Turgut, die Integrationsbeauftragte der Stadt Osnabrück. Ihre Kollegin und städtische Gleichstellungsbeauftragte Katja WeberKhan teilt diese Ansicht. „Taten wie diese sind verachtenswert. Sie zeigen aber auch, dass wir nach wie vor gegen Stigmatisierung und Diskriminierung und immer wieder gegen Gewalt an Frauen und Mädchen ankämpfen müssen“, so Weber-Khan.

„Ein friedliches Miteinander unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen, Religionen und Geschlechter sollte für unsere Gesellschaft oberste Priorität haben, ebenso wie ein achtungs- und respektvoller Umgang, der solchen Taten keinen Platz bietet“, mahnen Rass-Turgut und Weber-Khan.