Unter dem Motto „Nützlinge im Garten“ bietet das Museum am Schölerberg am Donnerstag, 14. Juni, von 17 bis 18 Uhr einen Abendspaziergang durch den Museumsgarten an. Die Teilnahme ist kostenlos. Es ist lediglich der Museumseintritt zu entrichten. Treffpunkt ist das Foyer des Museums.

Gerade jetzt, mit Beginn der warmen Jahreszeit fängt es überall im Garten wieder an zu krabbeln, zu summen und zu brummen. Dabei gehören Bienen, Schmetterlinge und Co. augenscheinlich oft zu den gern gesehenen Bewohnern. Doch wie verhält es sich mit Ameisen, Fliegen oder Mücken? Schädlinge oder Nützlinge?

Begriff „Schädling“ als Frage der Perspektive

„Grundsätzlich kommt es beim Begriff „Schädling“ natürlich immer auf die Perspektive an“, so Andrea Hein, Biologin und Leiterin des Umweltbildungszentrums am Museum am Schölerberg. „Auch Mücken haben ihren wichtigen Platz im Ökosystem. Für die einen sind sie lästige Plagegeister, für die anderen lebensnotwendige Futterquelle.“ So verhält es sich bei allen Insekten. Viele von ihnen sorgen für das ökologische Gleichgewicht im Garten und sind unverzichtbare Bestäuber, die die Grundlage für eine reiche Ernte im Obst- und Gemüsegarten bilden.

Nicht gleich Gift einsetzen

Und wenn der ein oder andere Gast doch mal zu viel Schaden als Nutzen bringt, dann muss man nicht gleich zur Chemiekeule greifen. In der Regel ist es ratsam als ersten Schritt die Ansiedlung von Nützlingen zu fördern, die die Schädlinge fressen und so das biologische Gleichgewicht wiederherstellen. „Ringelblume, Minze, Fenchel und Dill locken zum Beispiel Marienkäfer an. Diese sind super Blattlausräuber, vor allem die Larven.“

„Je vielfältiger ein Garten in Struktur und Artenvielfalt ist, desto mehr Nützlinge können sich ansiedeln“, erklärt Hein. Im Rahmen des Abendspaziergangs erfahren Besucher viel Wissenswertes über die unterschiedlichen Arten von Nützlingen, ihre Lebensweisen und wie sie gefördert werden können.

Blütensuchende Insekten wie die Honigbiene sowie mehr als 560 in Deutschland lebende Wildbienenarten sind als Bestäuber unverzichtbar. Wildblumenmischungen verbessern ihre Nahrungsgrundlage. Foto: Lisa Heyn