Seit dem Wochenende melden sich vermehrt Gewerbetreibende und Unternehmen aus der Region bei der IHK. Hintergrund ist der Eingang von „Eiligen Fax-Mitteilungen“, in denen eine Erfassung der Gewerbebetriebe „zum Basisdatenschutz nach EU-DSGVO“ vorgeschoben wird. Im Ergebnis handelt es sich hierbei um eine klassische Formularfalle.

Unter dem Vorwand des Datenschutzes wird der Gewerbetreibende gebeten, ein Formular auszufüllen und unterschrieben zurückzusenden. „Tatsächlich wird durch die Unterschrift einem Vertrag mit dreijähriger Laufzeit zugestimmt“, betont Robert Alferink, Projektleiter Recht und Steuern bei der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim. „Für die Übersendung nicht näher definierter Informationen fallen Kosten von jährlich knapp 500 Euro an.“ Gewerbetreibenden wird empfohlen, die Fax-Mitteilungen zu entsorgen. Sollte das Formular unterzeichnet und zurückgesandt worden sein, wird eine Anfechtung empfohlen.

Fax
Die Redaktion erhielt ebenfalls eine Aufforderung

Einen Überblick über gängige Formularfallen sowie weitere Informationen zu diesem Thema hat die IHK in einem Merkblatt zusammengestellt. Es ist abrufbar unter www.osnabrueck.ihk24.de (Nr. 5756). Wissenswertes zum Datenschutz finden Sie ebenfalls auf der Homepage der IHK (Nr. 3757926).