Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, hat die Bundesregierung aufgefordert, die im Rahmen des Sondervermögens aufgenommenen Staatsschulden in Billionenhöhe wirtschaftlich sinnvoll einzusetzen. In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ betonte er, dass schuldenfinanzierte Investitionen dann gerechtfertigt seien, wenn sie langfristig einen höheren Ertrag abwerfen als die zu zahlenden Zinsen.
Forderung nach wirtschaftlich sinnvollen Investitionen
Clemens Fuest, Präsident des Münchner Ifo-Instituts, sieht die Bundesregierung in der Verantwortung, die durch das Sondervermögen aufgenommenen Staatsschulden gezielt einzusetzen. Gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ erklärte er: „Wenn schuldenfinanzierte Investitionen einen Ertrag abwerfen, der höher ist als die Zinsen, dann werden künftige Generationen bessergestellt.“ Besonders Investitionen in Bildung oder in Transportwege wie Schienen und Straßen böten laut Fuest zumindest die Chance, dass sich diese Ausgaben in der Zukunft auszahlen könnten.
Warnung vor ineffizienten öffentlichen Ausgaben
Gleichzeitig warnte Clemens Fuest vor möglichen Fehlentwicklungen bei der Verwendung der Mittel. „Es gibt auch schlechte öffentliche Investitionen, die keinen Ertrag oder sogar Verluste abgeworfen haben“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“ und verwies dabei auf leerstehende Regionalflughäfen als Negativbeispiel.
Belastungen für jüngere Generation und Demografie
Mit Blick auf die Auswirkungen der Verschuldung auf die nachfolgenden Generationen stellte Clemens Fuest fest: „Die jüngere Generation hat vollkommen recht, wenn sie gegen übermäßige Staatsschulden Einspruch erhebt.“ Zudem betonte der Ifo-Chef gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“: „Wir haben eine schnelle und starke Schrumpfung der Erwerbsbevölkerung und das reduziert unsere Fähigkeit, künftig Schulden zu bedienen.“
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .