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Hunderassen und die kleinen Unterschiede bei der Ernährung: Fleischsaftgarung als beliebte Option

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Einen Hund zu haben, ist für die meisten eine Bereicherung. Sie schaffen sich aus den unterschiedlichsten Gründen einen kleinen Vierbeiner an. Eines haben alle Hundebesitzer gemeinsam: Ihnen liegt das Wohlergehen ihres tierischen Freundes am Herzen. Damit es dem Hund gut geht, braucht er Pflege, Aufmerksamkeit, Bewegung und – ganz wichtig – gesunde Ernährung. Dabei ist zu beachten, dass es nicht das eine Hundefutter für alle gibt. Denn nicht nur äußerlich und charakterlich unterscheiden sich die verschiedenen Hunderassen. Sie haben auch unterschiedliche Anfälligkeiten für bestimmte Erkrankungen. Deshalb ist es wichtig, diese verschiedenen Ansprüche bei der Auswahl des Futters und bei der Fütterung zu berücksichtigen.

Hochwertiges, mit Fleischsaftgarung, schonend hergestelltes Futter

Trockenfutter hat für den Hundebesitzer zahlreiche Vorteile. Es enthält alles, was das fellige Familienmitglied braucht. Doch dabei gibt es große Unterschiede, beispielsweise bei den Herstellungsverfahren. Fleischsaftgarung ist ein sehr schonendes Zubereitungsverfahren für hochwertige Trockennahrung. Die Fleischsaftgarung hat den großen Vorteil, dass die wertvollen Inhaltsstoffe der Rohstoffe erhalten bleiben. Die Hersteller verwenden viel frisches Fleisch. Frischfleisch, das bei der Fleischsaftgarung schonend in Fleischsaft gart, enthält noch alle Nährstoffe und hat darüber hinaus einen intensiven Fleischgeschmack. Die Akzeptanz der Hunde für das so hergestellte Futter ist sehr hoch. Das frische Fleisch wird bei der Fleischsaftgarung bei niedrigen Temperaturen ohne Zusetzen von nährstofffreiem Wasser nur im eigenen Saft gegart, ähnlich wie der Sonntagsbraten zu Hause. Bei dieser Kochtechnik entsteht durch das Reduzieren bzw. sanfte Einkochen ein intensiver Geschmack. Weil alle Nährstoffe erhalten bleiben, ist es nicht notwendig, künstliche Nährstoffe zuzuführen. Das Ergebnis der Fleischsaftgarung sind leckere und kaubar-weiche Kroketten.

Kleine Hunde, große Hunde – unterschiedlicher Energiebedarf

Natürlich braucht ein großer Hund mehr Futter als ein kleiner. Allerdings ist es so, dass kleinere Hunderassen einen höheren Energiebedarf im Verhältnis zu ihrem Körpervolumen haben. Das liegt vor allem daran, dass kleine Hunderassen schneller auskühlen. Große Rassen können die Wärme viel besser und länger speichern. Deshalb braucht ein kleiner Hund mehr Energie pro Kilogramm Körpergewicht und dementsprechend eine in Relation höhere Nahrungsmenge.

Hundefutter
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Rassen mit geringerem Energiebedarf

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Aber nicht nur die Größe entscheidet über den Energiebedarf eines Hundes. Es gibt auch Rassen, die einen geringeren Energiebedarf haben, wie beispielsweise die Retriever-Rassen, dabei besonders Golden Retriever und Labrador Retriever. Sie sind einerseits immer auf der Suche nach etwas Essbarem, haben aber andererseits einen geringeren Energiebedarf als beispielsweise ein gleich großer Schäferhund. Auch Beagle, Neufundländer, Berner Sennenhund oder Leonberger brauchen nicht so viel Futter. Bei diesen Rassen ist die Gefahr groß, dass sie übergewichtig werden. Hier sollte unter anderem darauf geachtet werden, dass nicht zu viel gefüttert wird und dass das ausgewählte Futter möglichst wenig Kohlenhydrate enthält.

Rassen mit höherem Energiebedarf

Im Gegensatz zu diesen Rassen, gibt es auch welche, die einen höheren Energiebedarf haben, wie beispielsweise die Deutsche Dogge oder der quirlige Terrier. Diese zwei Rassen, aber auch andere Jagdhunde brauchen ebenfalls energiereiches Futter, damit sie ausreichend Energie bekommen, ohne das Verdauungssystem durch eine große Menge Futter zu belasten. Daher ist es immens wichtig, dass eine Nahrung gewählt wird, die im Magen des Hundes nicht aufquillt, ihr Volumen also nicht vergrößert. Dieses Aufquellen tritt bei extrudierten Trockenfuttern vom Discounter, aber u. a. auch von Bosch, Select Gold oder Wolfsblut auf und führt zu langen Ruhepausen nach der Fütterung. Werden diese nicht eingehalten, kann es zu einer lebensgefährlichen Magendrehung kommen. Insbesondere große Hunderassen, wie Doggen, sind hier besonders anfällig.

Wenn der Hund noch am Wachsen ist

Welpen und junge Hunde haben ein besonders empfindliches Verdauungssystem. Sie brauchen wichtige Nährstoffe für ein gesundes Knochenwachstum und für die Gelenkentwicklung. Bei jungen Hunden ist es daher besonders wichtig, die Ernährung auf den Nährstoffbedarf des jeweiligen Hundes einzustellen.

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Auch hier gibt es Rasseunterschiede. Bei den großen Rassen ist das Wachstum etwas langsamer als bei kleinen Hunden. Deshalb sind Welpen im gleichen Alter nicht immer auch in der gleichen Wachstumsphase. So ist beispielsweise ein Yorkshire Terrier, der zehn Monate alt ist, fast schon ein ausgewachsener Hund, während ein Dobermann mit 14 Monaten noch weiterwächst. Die Futtermenge sollte deshalb den rassespezifischen Wachstumsphasen angepasst sein, ansonsten kann dies ernährungsbedingte Wachstumsstörungen hervorrufen und zu Fehlversorgung führen.

spielende Hunde
spielende Hunde

Verschieden Rassen sind für bestimmte Erkrankungen besonders anfällig

Aufgrund der Züchtungen neigen einige Rassen zu bestimmten Erkrankungen. Das heißt nicht, dass jeder Hund dieser Rasse tatsächlich erkrankt. Es besteht allerdings ein höheres Risiko im Vergleich mit anderen Rassen. Dabei stellt bei einigen Erkrankungen die Ernährung einen Risikofaktor dar. Wenn Hundehalter hier dafür sorgen, dass es nicht zu einem Ungleichgewicht der Nährstoffe kommt, kann das dem Hund sehr helfen, die Erkrankung gar nicht erst zu bekommen.

  • große Hunderassen wie Schäferhund oder Retriever neigen zu Gelenkproblemen, wie Hüftdysplasie
  • sehr kurzhaarige Hunde wie Dalmatiner oder Deutsche Dogge sind anfällig für Haut- und Fellprobleme
  • sehr faltige Hunde wie Mops oder Shar Pei haben ebenfalls häufig Probleme mit der Haut
  • genetisch bedingter Nährstoffmangel kann beispielsweise bei Neufundländer oder Cocker Spaniel zu Herz-Kreislauf-Problemen führen
  • kurznasige Hunderassen neigen zu Zahnproblemen.

Es ist nicht immer möglich, die Erkrankung allein durch eine hochwertige und angepasste Ernährung zu verhindern. Doch kann die richtige Fütterung und die Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln die speziellen, ernährungsbedingten Risiken verringern.

Mischlinge sind besonders

Bei Mischlingshunden ist es nicht immer leicht, die Rassen zu erraten, vor allem nicht, wenn die Elterntiere nicht bekannt sind oder es sich ebenfalls um Mischlinge handelt. Da ist es etwas schwieriger, die speziellen Bedürfnisse und Empfindlichkeiten zu kennen. Sobald der Hund ausgewachsen ist, lässt sich größenbezogen der Nährstoff- und Energiebedarf bestimmen. Da der Energiebedarf allerdings auch rassebezogen sehr unterschiedlich ist, hilft nur gute Beobachtung. Anhand der individuellen Futterverwertung lässt sich der Energiebedarf des Hundes bestimmen.

Redaktion Hasepost
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