Die Hochschule Osnabrück ist auf dem Gebiet Klimaschutz breit aufgestellt. In der aktuellen wissenschaftlichen und politischen Debatte um mehr Klimaschutz beziehen Hochschulleitung und zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Stellung. Lohnt es sich, für unser Klima zu streiten?

„Ja es lohnt sich, und dafür müssen wir uns engagieren.“ Auch Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram ist überzeugt, dass das gegenwärtige Engagement für den Klimaschutz nicht ausreicht und akuter Handlungsbedarf besteht. Gemeinsam mit weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule unterstützt der Präsident daher die Initiative #Scientists4Future (Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für die Zukunft). „Wir haben alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unserer Hochschule gebeten, sich in die Liste der Unterzeichnenden einzutragen. Gemeinsam können wir der Forderung mehr Gewicht verleihen.“

CO2-Emmisonen pro Kopf um fast 70 Prozent gesenkt



Die Hochschule Osnabrück ist im Bereich Klimaschutz gut aufgestellt. Bereits 2016 hat die Hochschule eine Klimaschutzmanagerin und einen Klimaschutzmanager eingestellt. In der deutschen Hochschullandschaft ist das außergewöhnlich. Das Klimaschutzmanagement widmet sich intensiv der Senkung von CO2-Emmissionen, sowohl durch bauliche und technische Maßnahmen als auch durch Impulse, das eigene Verhalten zu hinterfragen. Zu letzteren zählen etwa das Energiesparen im Büroalltag, das Bewerben von Carsharing-Optionen und unterstützende Angebote für Radlerinnen und Radler. Um 68 Prozent hat die Hochschule Osnabrück ihre CO2-Emmisonen pro Kopf im Vergleich zu 2008 senken können.

Die von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes unterstützte Etablierung eines Klimaschutzmanagements fügt sich ein in die vielfältigen Initiativen an der Hochschule, hinter denen seit Jahren zahlreiche Beteiligte stehen. Dazu zählen auch Forschungsprojekte wie „Grüne Finger für eine klimaresiliente Stadt“ oder „Energiespeicherlösungen in der Region Osnabrück“, die beispielhaft für viele weitere Projekte stehen.

Fridays for future ernst nehmen

Mit Skepsis blickt Hochschulpräsident Andreas Bertram auf Wortmeldungen aus Politik und Gesellschaft, die gerade das Engagement von Schülerinnen, Schülern und Studierenden in der Initiative ‚Fridays for Future‘ infrage stellen. „Wissenschaftliche Einrichtungen wie die Hochschule Osnabrück bilden junge Menschen aus, die mit fundiertem Fachwissen unsere Gesellschaft nachhaltig und lebenswert weiter entwickeln sollen. Sie tun das mit engagiertem Handeln in der Gesellschaft, mit Ideen und neuen Wegen. Wir müssen das ernst nehmen und sie unterstützen.“

Die Initiative #Scientists4Future sammelt noch Unterschriften und will mit einer Publikation zum Thema Klimaschutz unter gemeinsamen Copyright aller Erstunterzeichner den weltweiten Klimaschutz noch mehr in den Fokus der Öffentlichkeit stellen.

Mehr Informationen zu Scientists4Future finden sie hier.