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Historiker: Welt kehrt zurück zu harter Großmachtpolitik

Der Historiker Dominik Geppert beobachtet weltweit eine Rückkehr zur klassischen Großmachtpolitik und sieht Anzeichen für eine neue Ordnung von Interessen- und Einflusssphären. In den USA erkennt er in der Nationalen Sicherheitsstrategie einen deutlichen Ausdruck dieses Denkens und ordnet auch das Vorgehen von US-Präsident Donald Trump gegenüber Venezuela in diesen Kontext ein.

Der Historiker Dominik Geppert</em sieht weltweit eine Rückkehr zur klassischen Großmachtpolitik. "Es gibt Tendenzen in Richtung einer Welt der Interessens- und Einflusssphären", sagte der Potsdamer Professor für Geschichte des 19./20. Jahrhunderts der "Rheinischen Post" (Dienstag). "Der Gedanke steht deutlich hinter der neuen Nationalen Sicherheitsstrategie der USA."

„Paradoxien der Trump-Welt“

Zum Vorgehen von US-Präsident Donald Trump und seiner Attacke auf Venezuela sagte Geppert der „Rheinischen Post“: „Das ist eine der zentralen Paradoxien der Trump-Welt: dass jemand, der sich als Mann der Wirtschaft verkauft, zum Exekutor des Primats der Politik wird und das auch brutal umsetzt.“ Für einen Präsidenten, der häufig als außenpolitisch zurückhaltend eingeordnet werde, beschreibt Geppert ein anderes Bild: „Für einen vermeintlichen Isolationisten verfolgt Trump eine ziemlich interventionistische Politik, gerade, aber nicht nur in Lateinamerika.“

Geppert ordnet diese Politik in einen größeren historischen Zusammenhang ein. Man erlebe „die Probe aufs Exempel des Primats der Politik“: „Wir haben lange geglaubt, Machtpolitik sei ersetzt worden durch die Macht des Ökonomischen. Wir erleben jetzt den Gegenbeweis“, sagte er der „Rheinischen Post“.

Tradition des Isolationismus in den USA

Mit Blick auf die Geschichte der Vereinigten Staaten verweist Geppert auf eine länger bestehende Tendenz zur außenpolitischen Zurückhaltung. Es gebe in der Geschichte der USA eine starke Tradition des Isolationismus und der Beschränkung auf die westliche Hemisphäre, gerade in der Republikanischen Partei: „Wir kehren da schon zu einer alten Tradition zurück.“

Gleichzeitig sieht Geppert Grenzen für eine dauerhafte politische und wirtschaftliche Abschottung. Er glaube allerdings, dass in der digitalisierten und globalisierten Welt „die Verflechtung der Wirtschaften auch durch ein Zollregime à la Trump nicht auf Dauer ausgehebelt werden kann. Aber es scheint denjenigen ein Experiment wert zu sein, die gegenwärtig in Washington das Sagen haben“, sagte Geppert der „Rheinischen Post“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .


 
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