Die Arbeit der ehrenamtlich getragenen Hebammenzentrale wurde Ende 2018 eingestellt. Der städtische Sozial- und Gesundheitsausschuss spricht in der kommenden Sitzung am Mittwoch, 24. April, um 17 Uhr, im Stadthaus 1 (Natruper-Tor-Wall 2), Raum 717/718, über den aktuellen Stand.

Um einen flächendeckenden Versorgungsmangel für Schwangere, Wöchnerinnen und Neugeborene in Stadt und Landkreis Osnabrück zu verhindern, hat die Stabstelle Gesundheitsmanagement des Gesundheitsdienstes Ende Januar einen Ansprechdienst für Schwangere und junge Mütter eingerichtet. Zu festen Zeiten (montags, mittwochs und freitags von 9 bis 11 Uhr sowie mittwochs von 14 bis 15.30 Uhr) stehen die Mitarbeiterinnen telefonisch unter der Nummer 0541 / 501-3333 zur Verfügung und nehmen die Anliegen auf. Per E-Mail ist die Zentrale unter hebammenzentrale@landkreis-osnabrueck.de zu erreichen.

Neue Aufgaben für die Hebammenzentrale

Die zukünftige Hebammenzentrale soll aus Sicht des Gesundheitsdienstes neben der Kernaufgabe der Vermittlung auch Tätigkeiten wie Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit und die Koordination von Fachfortbildungen übernehmen. Die Zentrale soll mit einem digitalen Vermittlungssystem ausgestattet werden. Um die Akzeptanz der Hebammenzentrale zu erhöhen, sollen für die Tätigkeiten Hebammen eingestellt werden. Zudem plant der Gesundheitsdienst Anfang Mai einen Workshop, zu dem alle Hebammen aus der Stadt und dem Landkreis eingeladen werden. Dort sollen die genauen Bedarfe abgefragt und Wünsche an die zukünftige Struktur der Zentrale aufgenommen werden. Ob die Aufgabe am besten in kommunaler Trägerschaft, durch einen freien Träger oder durch einen Verein übernommen werden kann, prüft der Gesundheitsdienst derzeit ergebnisoffen. Dabei werden auch die vor kurzem eingerichteten Lösungen in anderen Städten und Kreisen betrachtet, um eine für die Osnabrücker Region geeignete Lösung zu finden.