Aufmerksame Leser der HASEPOST haben es vermutlich schon bemerkt, in der URL-Zeile ihres Browsers ist jetzt ein Schloss-Symbol und vielleicht auch noch das Wort „Sicher“ oder „Secure“ zu sehen. Was bedeutet das? Und was, wenn der Browser plötzlich Probleme meldet?

„Wir haben uns als erstes großes Osnabrücker Nachrichtenportal für die komplett verschlüsselte Übertragung unseres Angebots entschieden, weil wir damit ein Zeichen gegenüber unseren Lesern setzen wollen“, so HASEPOST-Gründer und Herausgeber Heiko Pohlmann. „SSL ist der Standard, den unsere Leser auch von der Kommunikation mit ihrer Bank kennen, es signalisiert, dass die Kommunikation zwischen dem Inhalte-Anbieter und den Lesern abhör- und manipulationssicher durchgeführt wird. Zwar ist nicht zu erwarten, dass auf diesem Weg tatsächlich Artikel-Inhalte geändert werden, aber in Zeiten in denen breit über Fake-News debattiert wird, ist das technisch machbare gerade gut genug“, erläutert Pohlmann. Das Vertrauen der Leser soll auch auf diesem technischen Weg gestärkt werden, so das Ziel des lokalen Osnabrücker Nachrichtenportals.

Weltweit stellen Top-Anbieter auf SSL um

Nach Angaben von Google sind mittlerweile über 50% aller mit der Desktop-Version des Chrome-Browsers aufgerufenen Seiten verschlüsselt. Bereits im Februar vergangenen Jahres haben 12 Top-100 Webseiten standardmäßig auf HTTPS-Verbindungen umgestellt. Hintergrund dieser Entwicklung ist auch die Tatsache, dass Google seit 2014 verschlüsselte Websites in den Suchergebnissen bevorzugt. Seit Januar 2017 hat Google den Druck auf die Webseiten-Betreiber nochmals erhöht. Der hauseigene Chrome-Browser kennzeichnet ungesicherte Webseiten jetzt entsprechend. Was zu Beginn des Jahres noch kaum sichtbar ist, soll mit Folgeversionen von Chrome immer stärker in den Fokus des Betrachters rücken und irgendwann sogar zu Meldungen führen, die vor dem Abruf ungesicherter Seiten warnen.

Was Nutzer von „alten“ Betriebssystemen und Browsern wissen müssen

Bereits kurz nach Umstellung auf die SSL-Verschlüsselung erreichte unsere Redaktion eine erste Mitteilung eines Lesers, der die Seiten der HASEPOST nicht mehr aufrufen konnte.

Warnmeldung windows Vista
Keine Panik! Wer diese Warnmeldung sieht, sollte es mit einem anderen Browser probieren. Screenshot von einem älteren PC mit Windows Vista und Chrome-Browser.

Nach ersten Recherchen der Techniker der osna.com GmbH, kann es bei Verwendern der Betriebssysteme Windows XP, Windows Vista sowie Apple OS X in den Versionen 10.6 bis 10.8 tatsächlich zu Warnmeldungen kommen – insbesondere und ausgerechnet bei Verwendung des Chrome-Browsers.
Trotz aktuellem Sicherheitszertifikat wird für die Seite www.hasepost.de dann ein „Datenschutzfehler“ angezeigt.
Hintergrund ist die von Google bereits 2015 eingeleitete Abkehr von diesen auch als „obsolet“ bezeichneten „alten“ Betriebssysteme. Es gibt seither keine Updates mehr für den Chrome-Browser auf diesen Computern.
Dieser Schritt ist durchaus konsequent und nachvollziehbar, denn auch von Seiten der Betriebssystem-Hersteller ist die Versorgung mit sicherheitsrelevanten Updates weitestgehend eingestellt worden, so dass die Verwendung insbesondere von Windows XP inzwischen ein erhebliches und unkalkulierbares Risiko darstellt.
Probleme mit dem Abruf von www.hasepost.de können auch auf nicht regelmäßig aktualisierten Smartphones und Linux-Systemen auftauchen.
Über Hinweise auf Probleme, bitte immer unter Angabe von Betriebssystem und verwendetem Browser (Version?), freuen wir uns; bitte direkt an info@hasepost.de melden.

Eine Lösung für „ausgesperrte“ Leser ist die Verwendung alternativer Browser, zum Beispiel Firefox oder Internet Explorer. Nach ersten Tests sollte ein Abruf der HASEPOST mit diesen Browsern auch auf älteren PC keine Probleme bereiten.

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