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Gute Noten mit Luft nach oben: Ergebnisse der Jugendbefragung im Osnabrücker Stadtteil Schinkel

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Schinkel asozial? #NOFRONT: Mit diesem provokanten Titel fragten Robert Henrich (Streetworker, Stadt Osnabrück) und Jana Woltermann (Integrationsmanagement Heinz Fitschen Haus) zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Schinkel Kinder und Jugendliche zu ihren Meinungen über den Stadtteil Schinkel. / Foto: Stadt Osnabrück, Sophie Scherler

Was wünschen sich die Jugendlichen im Schinkel? Jetzt liegen die Ergebnisse einer großen Befragung vor. 

Mehr Sportplätze, Orte zum gemeinsamen „Chillen“ und einen sicheren und sauberen Stadtteil – das wünschen sich Kinder und Jugendliche laut den Ergebnissen einer Jugendbefragung im Stadtteil Schinkel. Das gemeinsame Integrationsmanagement von Heinz Fitschen Haus und AWO befragte in Kooperation mit Streetworkern der Stadt Osnabrück 167 junge Menschen ab elf Jahren zu ihren Wünschen, Verhaltensweisen und Einschätzungen. Mit großem Engagement waren acht Schülerinnen und Schüler des achten Jahrgangs der Gesamtschule Schinkel dabei. Sie halfen bei der Entwicklung der Umfrage, des Designs und des provokanten Slogans „Schinkel asozial? #NOFRONT“.

Wie verbringen die Jugendlichen ihre Zeit?

Was machen junge Menschen im Stadtteil Schinkel am liebsten? Ganz weit vorne stehen Freunde treffen und Sport: Für 60 Prozent, beziehungsweise 55 Prozent, nehmen diese Freizeitaktivitäten eine wichtige Rolle ein. Social Media und das Smartphone werden am dritthäufigsten genannt (31 Prozent). Der beliebteste Treffpunkt ist das eigene Zuhause, gefolgt von Spielplätzen und Schulhöfen.

Breit gefächertes Meinungsbild

Die Teilnehmenden sollten auf einer Skala von 1 bis 10 angeben, wie jugendfreundlich sie den Stadtteil einschätzen. „Gut ein Drittel der Kinder und Jugendlichen habe die höchste Punktzahl von zehn vergeben. Fast die Hälfte vergab mindestens acht Punkte – ein Ergebnis, das zeigt, dass viele junge Menschen den Stadtteil Schinkel als sehr lebenswert empfinden“, sagt Erster Stadtrat Wolfgang Beckermann. Allerdings bewertete fast jeder Fünfte den Schinkel mit nur einem bis drei Punkten. Beckermann: „Dieses breit gefächerte Meinungsbild macht deutlich, dass die vielfältigen Angebote von vielen wahrgenommen und honoriert werden, aber eben nicht von allen. Da ist noch Luft nach oben.“

Mehr Treffpunkte gewünscht

Drei Dinge wünschen sich die Kinder und Jugendlichen besonders: Mehr Treffpunkte, um gemeinsam zu „chillen“, eine Aufwertung der Sportplätze und einen Kiosk mit günstigen Kleinigkeiten. Wichtig ist ihnen auch ein faires Miteinander und ein sicherer und sauberer Stadtteil. Hätten sie für ihre Wünsche 1.000 Euro zur Verfügung, würden viele sie einsetzen, um die Infrastruktur im Schinkel zu stärken und viele Aktionen und Freizeitmöglichkeiten anzubieten.

Sozialarbeiterin eingestellt

Für das Integrationsmanagement im Stadtteil Schinkel wurde im April eigens eine Stelle im Heinz Fitschen Haus geschaffen. Die Sozialarbeiterin Jana Woltermann befasst sich in diesem Zuge auch mit dem Thema Kinder- und Jugendbeteiligung. Die Stelle ist im Rahmen des Umbaus des Jugendtreffs an die Förderung des Investitionspakts „Soziale Integration im Quartier“ des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat geknüpft und ist auf zwei Jahre befristet. Woltermann ist über den AWO Kreisverband für die Region Osnabrück angestellt, der sowohl im Kinder- als auch im Jugendtreff im Haus vertreten ist. Ihre Aufgabe ist es, während und nach dem Umbau die Wünsche von Kindern und Jugendlichen in den Treffs und im Stadtteil zu sammeln, um diese im neuen Gebäude, bei den Angeboten und in den aktuellen Entwicklungen im Stadtteil einzubinden.

PM
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